Wie hasse ich Frauen richtig? (MGTOW FAQ)

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Da MGTOW´s schon die neuen Terroristen von Morgen sind, ist es an der Zeit, den MGTOW Zellen eine Anleitung zu geben, wie man am besten mit dem Feind umgeht.

a) Feindkontakt vermeiden

Grundsätzlich sollte man den Kontakt mit Frauen meiden. Privat sowieso, im beruflichen Leben, wenn es geht, auf ein Minimum reduzieren. Der Trend „Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz“, der in den USA schon einigen Männer ihre Freiheit gekostet hat, wird auch in Deutschland demnächst „in“ sein – versprochen.

b) Schweigen ist Gold

Lässt es sich nicht vermeiden, mit Frauen umzugehen (oder vielleicht möchte man dies auch ab und an), so sollte man seine Worte bedacht wählen. Weniger Reden ist mehr. Möchte man Sex, so zählt sowieso nur die Handlung. Man muss sich nicht darstellen. Man muss nichts faken. Intime Geständnisse und prekäre Geheimnisse sollten sowieso niemals an Frauen weitergegeben werden – denn es liegt in ihrer Natur, dass sie diese Geheimnisse mit ihrer „besten Freundin“ teilen (können dann auch mal gut und gerne 5, 6 Freundinnen sein)

c) Rational bleiben

Rationalität ist das Hilfsmittel überhaupt – benutze es! Besonders im Umgang mit Frauen ist Rationalität unabdingbar, sonst wird man in irrationale Gefühlsduselei hineingezogen, wo man als Mann nur verlieren kann – denn das ist das Metier der Frauen. Wehre also ungerechtfertigte Anschuldigungen und gespieltes Drama mit kühler Rationalität ab.

d) Spiele nicht ihr Spiel, sonder deines

Frauen beherrschen die Kommunikation viel besser als Männer. Sie sind geschulter und gewiefter. Es gibt da haufenweise Methoden, wie etwa „Double-Binds“ (den PUA´s wohl bekannt!), die regelmäßig zur Anwendung kommen. Man muss unterscheiden lernen: Zu welchen Sachen kann ich mich äußern und zu welchen nicht? Kommen solche irrationalen Sätze wie: „Ich habe das Gefühl, dass du mich gar nicht leiden kannst…“ und ähnliche Sätze, so versuche nicht, darauf einzugehen – du wirst keine Chance haben. Und natürlich sollten alle Alarmglocken bimmeln, wenn der Satz fällt: „Das müssen wir ausdiskutieren“

e) Diskussionen nur unter Männern

Diskutieren macht Spass und fördert die Entwicklung. Den Fehler, den viele begehen: Sie diskutieren mit Frauen. Dies ist ein absolutes NoGo, denn Frauen können nicht diskutieren (Konstruktiv). Wir Männer lieben einen Austausch von Argumenten, wir lieben es, dazu zu lernen und neue Standpunkte kennen zu lernen. Dies geht aber nur untereinander, da wir es (nicht immer) beherrschen, sachlich zu bleiben. Frauen sind immer auch emotional involviert und dies macht sie blind für Argumente.

Denn Frau will die Welt immer so sehen, wie sie will. Mann will die Welt so sehen, wie sie ist. Ergo zählen für Männer Argumente und Fakten, für Frauen jedoch nicht – sie suchen meist nur Bestätigung für ihre sowieso schon existierende Sicht der Welt.

Darum kann man auch eine Frau (nehme auch: deine (Ehe)Frau) nicht „überzeugen“. Du glaubst vielleicht, deine Argumente hätten deine Frau umgestimmt. Weit gefehlt! Argumente treffen nur, wenn Frau einen Vorteil davon hat – ansonsten nicht.

f) Vermeide One-Night-Stands

Für viele Männer der Lebensinhalt – für den MGTOW nicht erstrebenswert. Warum? Weil du die Frau(en) nicht kennst, darum. Du kennst weder die gesundheitlichen Zustände, noch die psychischen noch die sozialen. Sie könnte alle möglichen Krankheiten haben, könnte ein Dieb sein oder könnte in einer noch aktuellen Beziehung mit einem Psychopathen sein, dem sie dann brühwarm am nächsten Tag erzählt, wer sie „geknallt“ hat. Das kann böse enden. Ein Freund von mir musste wegen solch einer Aktion sogar einmal Schutzgeld bezahlen – 3.500€! Man nehme diesen Betrag einmal und rechnet ihn auf Bordell Besuche um. Wer nicht umhin kann, sich sexuell zu betätigen, der sollte die gewerbliche Liebe nutzen – denn sie bleibt anonym und ohne Folgen.

g) Flirtapps sind Tabu

Wer noch solche Apps wie Lavoo etc. benutzt, sollte sie löschen. Gute Frauen wird man da eh nicht finden. Bedenke, dass einigermaßen hübsche Frauen ca. 20-30 Anfragen pro Tag bekommen – manche lassen sich auf 2 Dates pro Tag ein, inkl. Sex. Jetzt kannst du dir ausrechnen, mit wie vielen Typen so eine „Dame“ schon geschlafen hat, mit der du ein „Date“ hast. Und natürlich könnte man jetzt einwenden, dass eine „Gewerbliche“ doch mit viel mehr Männern geschlafen hat. Das ist richtig, aber in dem Zusammenhang ist alles weitere geklärt – du bezahlst, nimmst die Dienstleistung in Anspruch, und gehst deiner Wege. Ein „Date“ kann alle möglichen Auswüchse bekommen – vielleicht schwängerst du so eine oder du wirst sie innerhalb weniger Monate heiraten, wirst gestalket, angezeigt, erpresst, verleumdet usw. (alles schon vorgekommen). Das hat auch nichts mit „Paranoia“ zu tun. Und wiege dich nicht in falscher Sicherheit, dass du „alles unter Kontrolle hast“. Es gibt Faktoren, die du überhaupt nicht kontrollieren kannst. Vielleicht wirst du auch Vater von einem „Kuckuckskind“. Oder oder. Die Möglichkeiten sind zahlreich.

Da Männer für Frauen nur ein „Tool“ sind, musst du überlegen, welches „Tool“ du gerade darstellen sollst. Bist du ein armer Schlucker und hartzt herum – Glückwunsch! Du wirst unbrauchbar sein. Aber hast du Kohle, vielleicht schon ein eigenes Haus und kannst der Frau „was bieten“ – dann wirst du ein „brauchbares Werkzeug“ sein.

h) Beteilige dich nicht an Klischee´s

Damit meine ich so den Mario Barth Stil. Frauen können dies nicht, Männer können dies nicht. Lass so etwas einfach sein, diese Stereotypen schaden mehr, dass sie helfen. Vor allem falle selbst nicht darauf rein. Du bist nur ein „echter Mann“ wenn du jedes Wochenende saufen gehst und „eine abschleppst“? Wenn du das meinst, dann warten noch einige Lektionen auf dich. Denn vom „saufen“ und „abschleppen“ ist noch nie etwas Konstruktives entstanden – übrigens vom Fußball kucken auch nicht. Betrachte dir einfach mal Männer, aus den früheren Jahrzehnten, vor allem die 1930er und 1940er Jahre. Und du wirst merken, wie weit diese heutigen Klischees vom echten Mann entfernt sind.

i) Betrachte MGTOW als den „Next Step“

Vielleicht bist du schon ein MGTOW, vielleicht noch nicht. Auf jeden Fall informiere dich gut über dieses Thema. Denn du wirst in naher Zukunft noch öfter damit konfrontiert werden. Denn MGTOW bedeutet auch, Feinde zu haben. Natürlich willst du einfach nur deinen eigenen Weg gehen – doch man wird dich nicht so einfach lassen. Ein MGTOW ist eine reale Gefahr für die Gesellschaft, weil er sich nicht an sie anpassen will und ihren Normen nicht entspricht, bzw. aktiv entgegenhandelt – intellektuell, wie auch ganz praktisch. Den typischen Einzelgänger hat man noch nie gemocht – denn er passt nicht ins Bild, wirft keinen großen Profit ab, ist schlecht steuerbar und kaum manipulierbar. Druckmittel gibt es wenige, Scheidungsgerichte fallen weg, der Staat greift einem nicht (noch mehr) in die Tasche, Eigentum ist wirkliches Eigentum usw. Kurz: Der MGTOW ist in der kommenden Zeit der Survival Experte überhaupt!

 

Ich hoffe es hat euch gefallen. Es gab natürlich leichte Kompromisse, da ich nicht nur für bereits bestehende MGTOW Männer schreiben wollte. Aber ich denke, im Großen und Ganzen ist dies mal eine gute Orientierung für das nächste Hassverbrechen an der weiblichen Zunft. Auf in die Schlacht!

 

 

 

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Roosh V, emotionale Blindheit, Punk und „Red Flags“

Roosh V hat, sozusagen einen „Jahresbericht“ auf youtube hochgeladen, wo er über das vergangene Jahr resümiert. Das Video ist im Ganzen interessant, doch uns interessiert hier besonders der erste Teil des Videos. Für diejenigen, die kein englisch verstehen, oder die sich das Video jetzt nicht anschauen wollen (wären die ersten 10 Minuten), fasse ich seine Story kurz zusammen:

Er lernte eine Frau kennen, mit der er es sich heimisch machen wollte. Doch er ignorierte die Warnzeichen und fiel damit voll auf die Fresse. Er wollte, „eine Hure zu einer Hausfrau machen“, so Roosh V. Warum eine Hure? Es gab eindeutige Hinweise auf Promiskuität und „Hoeness“. Sie küsste ihn in der ersten Stunde der Bekanntschaft und schlief auch mit ihm beim ersten Date. Aber es gab auch natürlich noch andere Anzeichen, denn dies ist ja heute nichts mehr außergewöhnliches. Irgendwann konnte er aber nicht mehr und beendete die Beziehung nach einem Jahr, was für ihn schwer war, da er verliebt war. Es dauerte ein halbes Jahr bis er alles emotional verkraftet hatte. Jetzt geht es ihm wieder gut. Ende der Story.

Es ist erstaunlich, wie er auch selbst zugibt, wie ein Mann wie er (der tausenden von Männern sagt, wie es mit den Frauen „zu gehen hat“) auf solch eine „Hoe“ hereinfallen kann. Doch, dies ist auch erstaunlich, gibt er uns den passenden Grund noch dazu – er war emotional blind gewesen. Dies spricht für seine Introspektion und seine Persönlichkeit, dass er dies so herauskristallisieren konnte.

Auf diesem Blog gilt ein Grundsatz: „Verstand über Gefühl“. Mit der Anwendung dieses Grundsatzes wäre Roosh V diese bittere Erfahrung erspart geblieben. Denn die Logik und die Vernunft (wenn sie entsprechend ausgebildet wurde, was man aber bei Männern wie Roosh V voraussetzen kann) führen uns sehr gut durch unser Leben – wenn wir sie nur lassen! Ihr größter Gegenspieler ist das Gefühl und die Emotion. Durch sie werden wir in Irrtümer verwickelt und ignorieren deutliche Warnzeichen. Dies war bei Roosh V (und natürlich bei vielen anderen Männern auch, einschließlich mir selbst) in der Vergangenheit der Fall gewesen. Wir sehen nicht, wie die Frau tatsächlich ist, sondern sehen nur unser idealisiertes Bild einer Frau vor unserem geistigem Auge, und projizieren dies auf „unsere Frau“. Dies kann nur schief gehen. Der Psychologe C.G. Jung schrieb viel über dieses Thema.

Doch wie umgehen wir das?

Wir müssen eigentlich nur 2 Punkte beachten:

  1. Verstand über Gefühl
  2. Warnzeichen beachten („Red Flags“)

Der 1. Punkt dürfte klar sein – wenn wir eine Entscheidung zu treffen haben, besonders in zwischenmenschlichen Beziehungen, so sollten wir uns von unserem Verstand, statt unserem Gefühl leiten lassen. Im Allgemeinen denkt man genau anders herum – und so wird es auch immer in Liebesfilmen und Romanen dargestellt – der „einsichtige Mann“, der endlich seinen Kopf ausschaltet und nur noch auf sein Herz hört. Dadurch erreicht und bekommt er die „Liebe seines Lebens“.

Aber wie so oft sieht es in der Realität ganz anders aus: Eine „Liebe fürs Leben“ ist schon mal sehr utopisch. Aber wenn wir vom praktischen Standpunkt ausgehen, im Sinne von Zusammenleben und sich Verstehen, so muss ich als Mann darauf achten, dass meine zukünftige Frau und große Liebe die Eigenschaften mit sich bringt, die wir zusammen dafür benötigen, um eine lange und sichere Partnerschaft zu führen. Dies führt uns direkt zu Punkt 2:

Um eine solche Frau überhaupt zu erkennen, müssen wir so etwas wie eine Wertetabelle zur Hand nehmen. Die MGTOW Community hat solch eine Wertetabelle kreiert – man nennt sie „Red Flags“. „Red Flags“ sind die Werte und Erkennungsmerkmale einer Frau, die uns darauf hinweisen, dass solch eine Frau NICHT geeignet ist. Je höher die Übereinstimmung der Charaktereigenschaften der Frau mit den „Red Flags“, desto mehr disqualifiziert sie sich für den Mann, bis hin zur vollkommenen Verweigerung, da selbst ein One-Night-Stand mit solch einer Art Frau nicht ohne Folgen bleiben wird (nachträgliches Stalking, Diebstahl, False Rape usw.)

Besonders für die jungen Leser bietet es sich an, diese „Red Flags“ möglichst auswendig zu lernen. Man kann wirklich zu 99% danach gehen. Natürlich ist nicht jede Frau, die Tattoos hat und sich die Haare blau färbt „eine Bitch“. Doch es lassen sich andere Rückschlüsse daraus ziehen: Sucht nach Aufmerksamkeit. Dies bedeutet, für sich alleine genommen, schon einmal eine unbefriedigende Beziehung. Denn wie Roosh V es auch erfahren hat, verhält es sich mit solchen Frau so: Man kann ihnen als Partner noch so viel Aufmerksamkeit schenken wie man will, sie noch so sehr verwöhnen – es wird ihnen nicht reichen. Sie brauchen sie auch von anderen Männern, denn deine Aufmerksamkeit haben sie ja sicher. Sie brauchen aber „frische Rationen“, sei es durch Instagram Likes, Facebook Nachrichten, Flirts oder sogar One Night Stands mit fremden Männern. Letzteres ist bei solchen Frauen keine Ausnahme, sondern die Regel – das emotionale leere Loch bleibt jedoch weiterhin bestehen – und so wiederholt sich dieser Kreislauf unentwegt. Als Mann tut man nur gut daran, sich nicht mit solchen Frauen einzulassen, denn früher oder später wird man in diesen Kreislauf hineingezogen und endet dann als mehrfach gehörnter Mann.

Und hier noch der „geheime“, 3. Punkt: Versuche niemals eine Frau zu verändern!

Wenn man diese Punkte beachtet, so hat man sich schon sehr viel Misere erspart. Als ich vor ein paar Jahren diese Listen entdeckte, waren sie für mich wie eine Offenbarung gewesen. Da findet man auch sehr viel über sich selbst heraus und warum man auf manche Frauen „steht“. Denn das meiste ist einem ja gar nicht bewusst oder man macht sich einen ganz anderen Reim darauf. Das Girl in der Disco hat die Arme voll tätowiert und die Haare blau gefärbt? Na dann ist sie bestimmt locker drauf, so ein richtiger Kumpel Typ, mit der man bestimmt viel Spaß haben kann…von wegen!

Ich habe einige solcher Frauen gekannt oder im engeren Bekanntenkreis gehabt. Auch ich habe immer gedacht, dass diese Frauen zu mir passen würden, da sie ja auch irgendwie „Rebellen“ sind und aus der Masse ausbrechen. Aber das war/ist ein großer Trugschluss: Auch diese Frauen sind komplett materialistisch drauf. So nach dem Motto: Ein tätowierter Mann ist schon cool, jemand der mir aber finanziell was bieten kann ist natürlich cooler. Dieses „Punk Ideal“ existiert bei solchen Frauen nicht, auch wenn sie den Punk Lifestyle imitieren und kopieren. Ich kannte sogar mal ein richtiges Punk Mädel, dass auf der Straße gelebt hat und alles – bunter Iro, Hundehalsband, Nietenjacke – das volle Programm. Doch von einem auf den anderen Tag hat sie sich verändert. Warum? Ein Mann mit Kohle kam in ihr Leben (fragt mich nicht wie?). Auf jeden Fall fuhr sie ein halbes Jahr später mit einem dicken BMW durch die Gegend, trug Hosenanzüge und hatte einen spießigen Kurzhaarschnitt. Und dies alles in einem halben Jahr! Da haben sich die Punkerboys bestimmt auch gewundert, denn ich denke, sie hatte dort auch viele heimliche Verehrer, da sie hübsch war und eine gute Figur hatte.

Heute wüsste ich, dass wenn ich solch einer Frau begegne, viel zu viele „Red Flags“ zu entdecken wären. Und das bedeutet nicht, dass solch eine Frau mir „zu asozial“ wäre, aufgrund des Punk Lifestyles. Nein, gerade nicht. Ich mag so was (natürlich nicht die links-kommunistischen-antifa Punks). Es geht eher darum, dass sie diesen Punk Lifestyle nur aufgesetzt haben, absolut unauthentisch darin sind. Doch warum machen sie das überhaupt? Na ganz einfach wegen der Aufmerksamkeit. Das ist alles. Natürlich will man auch als „echter Punk“ auffallen, aber nicht im Sinne einer narzisstischen Selbstbefriedigung, sondern als „Statement“ gegen die Normalität und das Spießertum. Zumindest habe ich Punk immer so verstanden.

Dies war ein kurzes Beispiel. Aber ich denke es zeigt, dass die Beachtung von „Red Flags“ schon Sinn macht. Vor allem sollte man sich aber, ganz persönlich, ganz intim, damit intensiv auseinandersetzen, wenn man bestimmte „Red Flags“ als „gut“ und „wünschenswert“ einstufen sollte. Denn oftmals „wollen“ wir sogar das Falsche, nehmen uns die Falsche. Dies kann auch mal reizvoll sein – auf Dauer gesehen wird es uns jedoch schaden und der anfängliche Reiz ist dann auch keinen Pfifferling mehr wert. So ähnlich wie in der Ehe 😉

Frauen wollen nehmen, aber nicht geben – das objektivistische Tauschprinzip

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Es gibt in der objektivistischen Denkrichtung nach Ayn Rand ein Prinzip für gute Beziehungen, unabhängig davon, ob es sich jetzt auf zwei Geschäftsmänner oder zwei Partner in einer Beziehung bezieht. Dieses Prinzip nennt man das „Händlerprinzip“.

Dieses Prinzip, im englischen auch „Princible of Trade“ genannt, ist eine Weiterführung des Grundgedankens, den schon Aristoteles in seiner „Nikomachische(n) Ethik“ vor gedacht hat – der Grundgedanke des Tauschprinzips.

Ganz simpel betrachtet meint dieses Prinzip, dass für eine dauerhaft funktionierende Beziehung, Werte getauscht werden müssen. Wie diese Werte auszusehen haben, bestimmen die Tauschpartner selbst. Allerdings sollten sie diese Werte auch rational bestimmen können. Das ist der Unterschied zu dem üblichen Verständnis, wie man Beziehungen zu gestalten hat.

Frauen, im Allgemeinen (was bedeutet, dass es natürlich auch Ausnahmen gibt), handeln vorzugsweise gefühls- und instinktmäßig, also letztlich irrational. Sie verlassen sich auf ihre „Intuition“. Wenn wir uns allerdings, unter dieser Voraussetzung, das Tauschprinzip (im Sinne von Ayn Rand) anschauen, dann stoßen wir auf ein Problem: Wir haben es mit einem irrationalen Tauschpartner zu tun (in einer allgemeinen Beziehung zwischen Mann und Frau, wobei sich diese Polaritäten jedoch auch genau entgegengesetzt verhalten können. Der Einfachheit halber belassen wir den irrationalen Part hier und im folgendem bei der Frau, da sie meist diesen Part spielt). Betont werden muss aber ganz deutlich an dieser Stelle, dass die Frauen (und auch Männer) dahingehend selbst Schuld sind. Denn unabhängig von dem jeweiligen Geschlecht, kann das rationale Händlerprinzip, von jedem und zu jedem Zeitpunkt, in Anspruch genommen werden – doch aus Bequemlichkeitsgründen und fehlender Notwendigkeit wird dieses in Anspruch nehmen unterlassen – und dies rächt sich, vor allem in Liebesbeziehungen!

Also wie könnte das Ganze jetzt in der Praxis aussehen? Wir versuchen es anschaulich zu machen:

Ein Beispiel:

Ben und Monika feiern Weihnachten. Ben ist schon ganz aufgeregt, wie Monika auf sein Geschenk reagieren wird. Er hat 2 Monate Recherche betrieben, um genau die Kommode ausfindig zu machen, die damals in Monikas Elternhaus stand. Diese wurde damals durch einen Wasserschaden zerstört. Doch Monika sprach unentwegt von dieser Kommode, und wie schön sie doch im Schlafzimmer aussehen würde. Also ging Ben auf die Suche und fand sie. Er bezahlte einen angemessenen Preis, musste dafür allerdings auch 350km weit fahren. Doch dafür hat er ein super Geschenk für Monika bekommen!

Als Monika das Geschenk in der Garage erblickte, war sie ganz aus dem Häuschen – ein Volltreffer! Wieder im Wohnzimmer angekommen, war Ben nun auch auf sein Geschenk gespannt. „Was hat Monika wohl für mich schönes besorgt?“. Er fragte also ganz aufgeregt danach und Monika sagte ihm, dass sie ihm das Geschenk in 5 Minuten zeigen würde. Monika verschwand im Schlafzimmer und Ben wurde immer angespannter. Hastig schaute er auf seine Uhr. Ein paar Möglichkeiten hatte er sich schon überlegt, was es sein könnte – er machte schließlich die Wochen davor immer wieder subtile Andeutungen. Auch hatte er ja besonders viele Hobbys, wie Fußball, Angeln, Schach, seine Vinyl Sammlung und seine Eisenbahn auf dem Speicher, die er jetzt bereits seit 35 Jahren besitzt. Also – an Inspirationen mangelte es nicht.

Er hörte die Tür langsam aufgehen. Er erblickte Monika. Monika zog sich in der Zwischenzeit im Schlafzimmer um, und trug jetzt nur noch Reizwäsche – die Rote mit den Rüschen, die er ja bereits kennt, da die beiden schon seit 8 Jahren verheiratet sind. Monika lachte verschmitzt. „Netter Aufzug Moni, aber wo ist mein Geschenk?“, sagte Ben. Monika schaute ihn entrüstend an. Sie sagte: „Wie, was meinst du denn mit -dein Geschenk- ICH bin doch dein Geschenk, wenn du willst, darfst du es auch gleich auspacken!“ Die Freude darüber war – naja – nicht sehr groß…

Soviel dazu. Vielleicht kennt der ein oder andere Mann ja solche „tollen Geschenke“.

Was sagt dieses Beispiel jetzt über das Händlerprinzip aus?

Nun, auf der einen Seite haben wir Ben, der sich reichlich bemüht hat, einen realen Wert zu liefern. Er geht also in Vorlage. Auf der anderen Seite haben wir Monika, die einfach überhaupt nichts getan hat, um Ben einen Wert zu liefern. Noch nicht mal die Reizwäsche hat sie neu eingekauft. Er erhält also dementsprechend auch keinen Wert.

Wo liegt da jetzt das Problem mit den Frauen? Ganz einfach: Weil Frauen, wie selbstverständlich, davon ausgehen, dass sie selbst den Wert darstellen. Da sie dies denken (weiblicher Narzissmus/weiblicher Solipsismus), ist es für sie auch vollkommen unverständlich, dass man sich darüber hinaus bemühen sollte, Werte abzuliefern. Dies betrifft auch die sogenannten „Orbiter“, Männer also, die auf „Abruf bereit stehen“. Diese bekommen auch keinen Gegenwert geliefert. Den Computer können sie wieder herrichten, die Couch aus dem 5. Stock herunter tragen oder ihr Auto verleihen – sie selbst bekommen dafür aber nicht das Geringste zurück, weder Geld, noch Sex, noch einen anderen Tauschwert. Aber diese bedauernswerten Typen sind an ihrer Lage selbst Schuld und es geschieht ihnen auch Recht, da sie genau das vertreten, was auch die jeweilige Frau vertritt – den Wert „an sich“. Sie geben dieser Frau den Wert – sie sind ja „froh“, wenn sie nur in ihrer Nähe sein können und ihr behilflich sein dürfen. Arme Typen.

Beide verbindet die Beziehung, die nicht auf rationalen Urteilen beruht und nicht nach dem aktiven Wert Ausschau hält. Man darf dies nicht falsch verstehen: Es geht hier nicht um ein Erbsenzählen, nach dem Motto: „Mein Geschenk hat 134,80€ gekostet, also muss dein Geschenk auch soviel kosten“. Es ist in dem Sinne, nicht zwingend materialistisch ausgelegt – denn einen Wert könnte für mich auch darstellen, wenn meine Frau für mich meine Lieblingslieder singt, da sie eine gute Sängerin ist. Warum? Weil diese gesungenen Lieder mein Hauptziel des Lebens, nämlich das „Glück“, oder die „eudaimonia“, unterstützen und erfüllen. Ich fühle mich glücklich, ich gelange durch diese Werte, die meine Frau mir schenkt, in einen persönlichen „state of happines“.

Es ist also essentiell, für glückliche Beziehungen, dass permanent Werte getauscht werden. Daher muss man wissen und in Erfahrung bringen, was der jeweilige Tauschpartner für Präferenzen besitzt, und welche Wertvorstellungen er besitzt. Die Frage: „Was könnte meinem Tauschpartner wertvoll sein?“ kann bei dieser Untersuchung helfen.

Das Traurige an den heutigen Beziehungen zwischen Mann und Frau ist dies: Man muss diese Werteuntersuchung sogar gar nicht mehr anstellen – man kennt den Partner, weiß über seine Vorlieben und Abneigungen Bescheid und kennt auch die Werte, die dem Partner wichtig sind (ich setze dies einfach mal Voraus!).

Warum entscheidet man sich dann nicht rational dafür, dem eigenen Partner die Werte zu liefern, die ihn in seinem Lebensglück unterstützen?

Dies sollte man sich fragen.

Für die meisten Frauen steht solch eine Frage jedoch gar nicht im Raum, da SIE ja diejenigen sind, die mit Werten überhäuft werden müssen – dies ist ein übliches Selbstverständnis, gerade von jungen Frauen, insbesondere wenn sie gut aussehen, also nach ihrer Meinung dahingehend ja „schon genug Wert abliefern“. Dies kann allerdings nur funktionieren, wenn der irrationale Mann genau dieses Selbstbild bestärkt. Und diese Männer sind, über kurz oder lang, immer die Verlierer.

Das alte Beispiel:

Was macht der irrationale Mann als Erstes, wenn er in einer Bar mit einer Frau in Kontakt treten möchte? Na?

Der Vollpfosten geht hin und sagt: „DARF ich ihnen etwas zu trinken bestellen?“

Wie kommt so etwas bei einer Frau an, die sowieso schon von sich denkt, dass ihr Männer alles in den A….. blasen müssen? Genau, dieser Trottel wird auch ausgenutzt. Dabei meint es der Mann ja nur gut (aus seiner irrationalen Sicht heraus).

Ein rationaler, maskuliner Mann, würde solch eine Frage niemals stellen. Warum? Weil die Frau noch keinen Wert abgeliefert hat, sie also noch gar keinen Tauschwert verdient. Was anderes wäre es, wenn ich mit der Frau ins Gespräch käme, sie mich gut unterhält, und ich ihr, ganz natürlich, etwas zu trinken bestelle.

Doch was ist daran jetzt genau anders? Beide Männer kaufen der Frau doch ein Getränk?

Ja – der Vollpfosten macht es aber aus einem Verständnis heraus, dass die Frau dies verdiene, einfach nur weil sie eine Frau ist. Der maskuline Mann macht es aus einem Verständnis heraus, dass er durch das Gespräch bereits sehr gut unterhalten wurde und somit der Abend für ihn einen gelungen Anfang nimmt – er greift also auf einen Wert zurück, den die Frau „abgeliefert“ hat. Im Gegenzug liefert er auch Werte, und nur einer davon ist das Getränk. Der Rest ist seine Persönlichkeit und sein Charakter, den die Frau auch unterhält. Es besteht also ein gegenseitiger Austausch, der beiden Spaß macht. Hingegen wird der Vollpfosten wahrscheinlich ein oder zwei Getränke spendieren, irgendetwas über seine Arbeit erzählen, und schlussendlich wird die Frau ganz spontan aufstehen und einfach gehen. Es fand also kein gegenseitiger Austausch statt.

Diese Annahme des Händlerprinzips kann uns helfen, destruktive Beziehungen zu erkennen und aufzudecken. Wir sind es „normalerweise“ nicht gewohnt, in solchen Werterelationen zu denken. Doch wir sollten es unbedingt tun, wenn wir konstruktive und beglückende Beziehungen führen möchten. Das Selbstverständnis einer solchen Beziehung sollte es sein, sich gegenseitig in seinen eigenen Interessen und Lebenszielen zu unterstützen – und nicht sich gegenseitig zu sabotieren, wie man dies nur all zu oft vorfindet.

Rationale Händler sehen sich als gleichwertig an (nicht das sie „gleich“ wären, sondern die Voraussetzungen für einen guten Handel sind anfangs gleichwertig). So könnte ein Großkonzern, etwa „Lidl“, eine Kooperation mit dem örtlichen Bäcker eingehen, der ihn mit Backwaren beliefert. Objektiv betrachtet sind diese zwei Unternehmen alles andere als gleich – das eine ist ein multinationales Unternehmen, und das andere ist ein 5 Mann Betrieb. Aber sie sind gleichwertig dahingehend, dass jeder den Wert abliefert, den der andere sehen möchte und auch erwartet – dies bedeutet, dass der Bäcker sein Geld pünktlich will, und für „Lidl“ bedeutet es, dass der Bäcker zuverlässig, pünktlich und insbesondere gute Ware liefert. Es besteht eine feste Absprache und diese bildet das rationale Händlerprinzip. Ökonomisch betrachtet führt uns dies im großen Rahmen zum Kapitalismus, der, entgegen der Meinung des Mainstreams, auf rationalen Prinzipien beruht. Dazu aber an anderer Stelle mehr.

Wichtig ist eigentlich nur zu verstehen, wie man dieses Händlerprinzip praktisch umsetzen kann – und diese Anwendung steht und fällt mit der Auswahl des Tauschpartners. Ich wiederhole es noch einmal:

Nur mit einem rationalen Tauschpartner, der sich vollkommen bewusst darüber ist, dass auch er permanent Werte abliefern muss, können solche Beziehungen fruchtbar und konstruktiv sein.

Dahingehend sollte es die Aufgabe jedes autonomen Rationalisten sein, seine eigenen Beziehungen, flächendeckend zu überprüfen, die geschäftlichen, sowie insbesondere die privaten Beziehungen. Stellen sich diese Beziehungen auf der einen Seite (die des Tauschpartners) als irrational dar, so sollten diese, über kurz oder lang, aufgelöst werden.

Je eher, desto besser – denn es sind toxische Beziehungen, giftige Beziehungen, die explodieren können, zu jeder Zeit, und an jedem Ort – und definitiv Schäden hinterlassen, physisch, psychisch oder finanziell.

Hier kann der objektivistische und individualistische Gedanke unterstützend sein, dass wir „nicht für andere Leben und diese auch nicht für uns“. Wir haben also keinerlei Verpflichtung, weder moralisch, noch ethisch, giftige und toxische Beziehungen beizubehalten. Dieser Standard gibt uns die Freiheit, ohne Gewissensbisse, negative und einseitige Beziehungen aufzulösen. Daran sollte es uns auch gelegen sein, wenn unser Ziel unser individuelles Lebensglück darstellt.

Zum Abschluss möchte ich noch auf ein Gegenargument eingehen, dass mir diesbezüglich mal angetragen wurde:

Du kannst doch gar nicht objektiv darüber entscheiden, was für diesen Mann Glück bedeutet. Vielleicht fühlt er sich ja gerade in dieser einseitigen Beziehung wohl. Es gibt ja auch Geldsklaven, die ohne Gegenwerte ihr ganzes Geld an Geldherrinnen schicken. Anscheinend scheint es sie ja glücklich zu machen, sonst würden sie dies ja gar nicht machen. Oder?“

An sich ist das Gegenargument nicht schlecht, denn es ist unbestreitbar, dass es solche Männer tatsächlich gibt. Das Ding ist aber: Diese Männer, sowie die Beziehungen, die diese unterhalten und sich darin wohl fühlen, bauen auf Irrationalität auf, vor allem auf „guten Gefühlen“ oder „Lust“.

Wir sprechen hier aber von rationalen Beziehungen unter rationalen Menschen. Das ist ein ganz anderes Kapitel. Dementsprechend wird auch „Glück“ vollkommen anders definiert. Dies bedeutet, dass ich diesem „Geldsklaven“ sein „Glück“ nicht absprechen kann, das ist richtig. Ich kann aber darauf hinweisen, dass „sein Glück“ auf Irrationalität beruht und daher, über kurz oder lang, zum Scheitern verurteilt ist. Dafür würde schon ausreichen, wenn seine „Geldherrin“ ihre Seite aus dem Internet nimmt, da sie dazu keine Lust mehr hat. Schon ist das sogenannte Glück verpafft.

Autonome Rationalisten möchten aber ein „Lebensglück“, ein Glück das aus den eigenen Tugenden und Werten entspringt, das Fundamente besitzt, die nicht umzustoßen sind.

Ein Glück also, dass aus der eigenen Persönlichkeit und Individualität entspringt und mit rationalen Mitteln abgesichert ist. Solch eine Art „Glück“ gehört einer ganz anderen Ebene an, als das temporäre, gefühlsgeladene, irrationale Glück.

Und wir sind davon überzeugt, dass wir unser Lebensglück erreichen können – wenn wir unserem Verstand folgen, an unserem Charakter arbeiten, unsere Tugenden ausbauen und Werte abliefern, von denen andere und wir selbst profitieren können. Denn dann sind wir in der Rolle eines „starken Schmieds“, der sein Glück auch . dementsprechend, nach seinen Fähigkeiten, schmieden kann. Unsere Werkzeuge sind die Vernunft und die rationale Analyse – durch diese schmieden wir – andere werden geschmiedet. Oder besser: Man (=jeder andere außer sie selbst) schmiedet für sie, da sie ja keine Werkzeuge parat haben. Das ist der Inbegriff von Abhängigkeit und führt, ganz treffsicher, zu einer „Herdenmoral“, wie sich Friedrich Nietzsche ausdrücken würde. Aber dazu in einem anderen Beitrag mehr…

Was sind „Autonome Rationalisten“?

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Der Begriff „Autonome Rationalisten“ bezeichnet Menschen, die sich dazu bekennen, für ihre Individualität und für die bewusste Anwendung der Vernunft einzutreten.

Man muss, um ein autonomer Rationalist zu sein, keinem Club beitreten, kein Geld bezahlen, keinen Schwur ablegen und kein Dogma annehmen.

Doch eines, und nur eines, sollte man klar erkennen:

Das es die Pflicht des Individuums ist, seinen Verstand und seine Vernunft zu benutzen, um sein Leben bestmöglich zu leben – was nichts anderes bedeutet, dass das Leben praktisch gelebt sein möchte, zur eigenen Bestimmung hin, die man sich selbst setzt.

Nur dieses eine Prinzip scheidet den autonomen Rationalisten von anderen Menschen. Dieses Prinzip kann sich jeder Mensch zu eigen machen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Nationalität und Hautfarbe.

Ein autonomer Rationalist ist ein Philosoph für das Leben, was bedeutet, dass es ihn dazu drängt, seine philosophischen Einsichten im Leben selbst anzuwenden. Dies unterscheidet ihn von anderen Philosophen, etwa den „Idealisten“, die lieber spekulieren möchten, anstatt praktikable Lösungen zu bieten, bzw. entstehen zu lassen. Auch stellt er damit auf natürliche Weise die Antithese zu lebensfeindlichen/lebensfremden Philosophien dar. Dazu zählen vor allem religiöse Anschauungen, die das „Wohl“ und das „Glück“ in ein transzendentes Reich verschieben und somit der Welt den Rücken kehren, bzw. sie nicht als wichtig betrachten, sondern als etwas, welches „überwunden werden muss“ (nach buddhistischem Credo).

Ein autonomer Rationalist ist der überzeugten Ansicht, dass es sich lohnt, zu leben und dass sein Leben einen Sinn hat. Diesen Sinn muss er allerdings für sich selbst erarbeiten, vor allem durch eine „trial and error“ Methodik. (Was bedeutet „Versuch und Irrtum“?)

Ein „Sinn an sich“ ist nicht gegeben – dies ist die Aufgabe des Individuums. Weder gibt es einen „göttlichen Auftrag“, noch eine „humanistische Pflicht“ die zwingend zu erfüllen wäre.

Für einen autonomen Rationalisten ist vor allem sein eigenes Lebensglück Ziel und Zweck seines Lebensweges. Dies sollte jedoch niemals zu einem plumpen Hedonismus führen, da er irrational ist und (auf Dauer gesehen) auch gegen das Leben gerichtet ist, da er die notwendigen Ressourcen des Individuums (Körper und Geist) zu schnell verschleißen lässt. Es geht vielmehr um ein tugendhaftes Leben, welches den „Genuss“ nicht zwingend mit „Glück“ gleichsetzt. Über den persönlichen Grad des Genusskonsums/Genussverzichts entscheidet jedoch letztlich jeder selbst.

Ein autonomer Rationalist ist vor allem auch Individualist, der sich nicht in der Rolle sieht, der Menschheit zu dienen und ein fremdes Ideal (etwa „Altruismus“ oder „Nächstenliebe“) zu akzeptieren und erfüllen zu wollen/müssen. Er verfolgt strikt und direkt seinen eigenen Lebensentwurf und lässt sich da nicht hinein reden – außer mit überzeugenden Argumenten. Dies ist auch der Dreh und Angelpunkt seiner persönlichen Entwicklung, die nur soweit „korrekt“ ist, bis jemand das Gegenteil beweisen kann, mithilfe von überzeugenden Argumenten und Fakten. Diesen sollte er sich ohne großes Aufheben unterwerfen, da er ansonsten seine Vernunft aufgeben würde und aus einer Irrationalität (vor allem gefühlsmäßig) an seinem bisherigen Lebensweg festhält. Somit begreift sich der autonome Rationalist auch als „stets im Wandel“ befindlich, ohne dadurch zu einem „Fähnchen im Wind“ zu werden, und ohne dadurch auf feste Prinzipien verzichten zu müssen.

Ein solches Prinzip wäre etwa: „Vernunft über Gefühl“

Falls es zu einem Konflikt in der eigenen Lebensführung kommt, so läuft dies meist auf dieses Prinzip hinaus. Dieser Kampf, Vernunft gegen Gefühl, ist der Rahmen, zwischen dem sich das menschliche Leben bewegt. Genau hier liegt die Hauptarbeit und das Hauptbetätigungsfeld eines jeden autonomen Rationalisten. Der Grundsatz lautet dahingehend:

Ein Überwiegen von Gefühlsentscheidungen führt zu einem irrationalen Leben.

Ein Überwiegen von Vernunftentscheidungen führt zu einem rationalen Leben.

Da ein irrationales Leben dem eigenen Glück und der Erfüllung untergeordneter Lebensziele stets im Wege steht, muss dieses auf Dauer minimiert werden. Ein rationales Leben steht für die Erfüllung der Lebensziele, da die Problematiken, die auftreten könnten, schon im vor hinein ausgemerzt werden.

Ein Beispiel:

Ich möchte finanzielle Sicherheit und Lebensglück erreichen (Lebensziel)

Ein Freund von mir unterbreitet mir im Café seine Idee, dass er heute Abend in ein Spielcasino geht um dort „Geld zu machen“. Werde ich mitgehen?

Hier muss eine rationale Analyse erfolgen.

Geld machen“ hat ja etwas mit meinen angestrebten Finanzen zu tun – aber doch nicht wirklich, da es mir ja an finanzieller SICHERHEIT gelegen ist. Doch was findet man, etwa beim Roullettespiel vor? Unsicherheit. Auch ist mir bekannt, dass kein Spieler auf Dauer gewinnen kann. Selbst wenn ich gewinnen würde, wäre die Gefahr zu groß, dass ich noch einmal gehen würde, denn „Einmal ist keinmal“, und bei diesem Mal könnte dann alles wieder verloren gehen und eventuell noch mehr. Aus rationaler Sicht, im Hinblick auf meinen Lebensentwurf, lautet die Antwort also „Nein“. (entstehende Probleme wurden im vor hinein ausgemerzt)

Versäume ich es jedoch, meiner Frage eine rationale Analyse hinterherzuschicken, so werde ich irrational handeln. Ich werde mir einreden, dass es sicherlich „Spaß“ machen würde, mit meinem Kumpel zocken zu gehen. Auch wenn ich das Geld verlieren würde, was soll´s? Man lebt nur einmal. Und wenn ich gewinnen würde, könnte ich meiner Freundin etwas kaufen oder in Urlaub fahren. Oder ich könnte verdoppeln, bei einem erneuten Einsatz usw.usf.

Der autonome Rationalist (oder jemand, der einer werden möchte), ist sich der Sachlage bewusst, dass wir als Menschen, fast ausschließlich irrational handeln. Dies ist der Grund, warum nur sowenig Menschen ihr Leben als erfüllend betrachten. Denn ein irrational geführtes Leben ist eigentlich ein Anti-Leben. Man meint nur, dass es dem Leben förderlich sei, weil es sich stellenweise und episodenhaft „einfach gut“ anfühlt. Doch innerhalb eines weitblickenden Lebenskonzepts verwirkt ein irrational geführtes Leben eben dieses. Doch fällt dies den meisten Menschen auch gar nicht erst auf, da sie überhaupt kein weitblickendes Lebenskonzept besitzen. Auch dieses „Fehlen eines weitblickenden Lebenskonzepts“ ist irrational, da es somit zwingend zu einem „Leben im Jetzt“ führt, was zwar gerade wieder sehr modern ist, den Menschen aber auf ein tierisches Bewusstsein degradiert.

Ein autonomer Rationalist ist kein Fatalist, denn er weiß, dass er sich Ziele setzen – und sie auch erreichen kann. Doch natürlich gibt es für ihn dahingehend auch Grenzen. Diese Grenzen hat vor allem der Stoiker Epiktet gesetzt (Epiktet „Handbüchlein der Moral“):

Einige Dinge stehen in unserer Macht, andere hingegen nicht. In unserer Macht sind Urteil, Bestrebung, Begier und Abneigung, mit einem Wort alles das, was Produkt unseres Willens ist. Nicht in unserer Macht sind unser Leib, Besitz, Ehre, Amt, und alles was nicht unser Werk ist.“

Dies dient dem autonomen Rationalist als Grundlage, um nicht einem falschen Aktionismus zu verfallen – denn letztendlich geht es um Produktivität und Ökonomie. Denn es bringt uns recht wenig, wenn wir unseren Lebensentwurf dahingehend gestalten wollen, „anerkannt“ zu werden. Das haben einige der besten Künstler und Philosophen zu ihren Lebenszeiten nicht geschafft. Viel produktiver und ökonomischer wäre es, für sein eigenes Urteil zu arbeiten, etwa in dem ich ein Buch schreibe, mit dem ICH vollkommen zufrieden bin. Dieses Glück kann mir dann keiner vermiesen oder verwehren, etwa durch Kritik oder schlechte Verkaufszahlen.

Zu guter Letzt ist sich der autonome Rationalist darüber im Klaren, dass er durch sein Vorgehen, im „Clinch mit der Welt“ steht. Seine Meinungen und Überzeugungen werden nicht populär werden und man wird sich oft gegen ihn stellen, ihn lächerlich machen, ihn mit Schmutz bewerfen oder ihn einfach nur gering schätzen. Diesen Preis ist er bereit zu zahlen. Was er dafür nämlich auf der andere Seite erhält, ist jeden Hohn und jede Verleumdung wert:

Lebensglück durch Integrität