Kennst du deine Partnerin? Ehebund und White Knight Phänomen

Heute richte ich mich mal an diejenigen Leser, die eine Freundin/Frau besitzen oder es zumindest anstreben in Zukunft eine zu besitzen (Möge sich Gott eurer Erbarmen!)

Worum gehts?

Ich möchte direkt einsteigen mit zwei Bibelzitaten, die das Thema erhellen mögen:

„Oder wisset ihr nicht, daß, wer an der Hure hangt, der ist ein Leib mit ihr? Denn „es werden“, spricht er, „die zwei ein Fleisch sein.“ 1.Kor 6:16

„Darum wird der Mensch Vater und Mutter verlassen und wird seinem Weibe anhangen, und werden die zwei ein Fleisch sein. So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch.“ Markus 10:7,8

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Der Kern ist folgender:

Je intensiver ein Kontakt mit einem Menschen wird, desto mehr komme ich in eine Symbiose mit ihm. Ich vereinige mich mit ihm, nicht nur körperlich/romantisch, sondern vor allem in meinem Verhalten, den Denkstrukturen und den „Weltanschauungen“.

Dies ist ein Prozess, der zumeist unbewusst verläuft. Er ist schleichend. Da oftmals die Frau weniger intelligent wie der Mann ist, passiert es zumeist, dass der Mann ein „downgrade“ erhält. Dies wissen MGTOW Männer. Da dieser „downgrade“ lebensübergreifend ist, verhindert man ihn prophylaktisch. Denn erst ergreift er ja „nur“ unser Denken und unser Verhalten – später wird er, sehr wahrscheinlich (Statistik!) zu einem finanziellen downgrade – die psychische Leidenssituation mal außen vor gelassen, die ihr weiteres dazu beiträgt, dass man sich verliert.

Doch wie kann so etwas überhaupt passieren?

Die Antwort ist einfach: Man(n) beachtet nicht, was man wirklich tut, wenn man eine innige Beziehung mit einer Frau eingeht. Denn die Bibel sagt es ganz klar: „….zwei werden ein Fleisch sein“.

Dies bedeutet nichts anderes, als dass man mit der Frau in Symbiose kommt, sich mit ihr vereinigt, das Leben mit ihr teilt. Aus der Sicht des Mannes klingt dies plausibel – denn wir wollen dies ja auch: Unsere Frau soll ganz uns gehören, sie soll uns anhangen und wir werden sie so umsorgen, wie wir für uns selbst sorgen und noch ein Stückchen mehr – denn wir erkennen unsere Verantwortung.

Das Problem: So läuft es im Kopf der Frau ganz und gar nicht ab!

Frauen verstehen den „heiligen Bund“ nicht. Sie verstehen nicht, dass gerade eine Hochzeit ein Versprechen ist, dass für das Leben UND darüber hinaus zu gelten hat. Denn sie haben, trotz der allseits bekannten spirituellen Selbstbeweihräucherung, absolut keinen Sinn für das Geistige, das Überweltliche, den Mythos.

Der Mann besitzt meist noch ein Gespür für den Mythos, sieht er sich doch selbst immer in einem „ritterlichen Verhältnis“ (darum ist es auch so spannend, dass gerade MGTOW dieses Thema aufgreift, anhand des „White Knight“). Doch MGTOW hat auch erkannt, dass das „White Knight“ Phänomen nicht positiv ist, sondern negativ.

Doch dazu möchte ich gerne etwas sagen:

Es ist in meinen Augen nicht der Fall, dass die Vorstellung des „White Knight“ an sich negativ ist – denn das ist sie ja nicht, sie enthält Tugend und Courage. Das Problem was MGTOW sieht, ist einfach folgendes: Es wird nicht richtig adressiert!

Der typische weiße Ritter eilt heran, wenn Feministinnen und andere weibliche Zeitgenossen „in Bedrängnis“ geraten, obwohl sie lediglich gerade ihr eigenes Echo hören!

Der authentische weiße Ritter war für seine Frau da. Nicht für Hintz und Kuntz, und vor allem nicht medial-rethorisch, sondern mit dem Schwert. Doch das musste sich natürlich lohnen – und man tat dies, im Mythos, stets für eine „Jungfrau“, was soviel bedeutet wie „reine Frau“.

Doch wieviele Männer heutzutage besitzen so eine Jungfrau?

Das ist die Hauptfrage.

Persönlicher: „Besitzt meine Frau/Freundin Qualitäten, die es zu verteidigen lohnt?“

Ich beantworte für dich einfach mal diese Frage: „Nein“.

Denn weder wirst du eine physische Jungrau haben (Thema: „cockcaroussel“), noch eine seelische Jungfrau, die Partys meidet, sich nicht ins Rampenlicht stellt, sich nicht narzisstisch jedem im Internet preisgibt, sich nicht an Waldspaziergängen mehr erfreut als am „Instagrammen“. Du wirst wahrscheinlich auch keine Frau haben, die BEIDE Elternteile schätzt und liebt, die für ihre Kinder vorbehaltlos da ist (also keine Kindergrippe und kein Kindergarten), die dich (ihren Mann) stets verteidigt bei Verleumdungen und Anfeindungen, die dir den Rücken stärkt, komme was wolle und die sich unterordnen kann und auch will!

Solche Frauen scheint es nicht mehr zu geben. Und wenn doch ist die Chance sehr sehr sehr sehr sehr gering, dass gerade du so eine hast!

Also muss man sich (als Mann) rumquälen mit mittelmäßigem bis verbrauchtem Material. Das ist in etwa so, als wenn du freiwillig in ein rattenverseuchtes Haus einziehen würdest.

Das Haus wirkt zwingendermaßen auf dich, so wie auch deine Frau. Hast du eine „normale“ Frau, so wirst du nichts zu lachen haben, da sie kulturmarxistisch und feministisch aufgewachsen ist und diese „Werte“ auch verteidigt – allen voran gegen dich!!!

Dies bedeutet, dass du es schwer haben wirst, ihr klar zu machen, dass sie jetzt mit den 2 neugeborenen Kindern ihr Karriere vergessen kann, da sie jetzt für andere Dinge zuständig ist, nämlich Kindererziehung und Pflege. Auch wirst du es ihr „nicht vermiesen“ können, auf die „Mädelsabende“ und „Mädelstouren“ zu gehen, die auch in einem weiteren „cockcaroussel“ enden. Denn: „Frau lässt sich nicht mehr einsperren und unterdrücken“.

Doch wo war stets die Frau, die der Ritter mit seinem Leben beschützt hat?

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Können Smartphones Menschen töten?

Heute geht es mal um ein heikles Thema, über das ich sonst nicht spreche. Aber hier auf dem Blog halte ich es für angebracht, meinen Lesern dies zukommen zu lassen.

 

Wer sich ein wenig mit Strahlung/Wellen/Frequenzen auskennt, der kann alles Gesagte bestätigen. Ich selbst habe mich davon schon vorsorglich abgeschirmt (indem ich kein Smartphone/Handy besitze), aber mein Umfeld sieht mir das immer noch nicht nach. Ständig heißt es: „Kauf dir mal ein Smartphone!“ oder „Warum hast du kein WhatsApp?“. Wenn ich es erklären möchte (so ähnlich wie in diesem Video) dann ernte ich nur ungläubige Blicke, bzw. wird meine Rede abgewürgt mit irrationalen Floskeln wie: „Na wenn das sooo gefährlich wäre, wie du da behauptest, dann wären die Dinger ja verboten. Und überhaupt, gestorben ist davon noch keiner!“.

Nun, gestorben wird immer und Smartphones liefern einen guten Anlass dafür. Doch keiner führt Schlüsse auf Smartphones zurück. Man weiß einfach zu wenig darüber, genau wie über die Mikrowellenherde, die in jedem Haushalt zu finden sind.

Ansonsten ist es halt eine „alte“ MGTOW Thematik – geh deinen eigenen Weg und werde von deinem Umfeld für „verrückt“ erklärt, noch weil du aus der Masse ausbrichst – und dies auch dringend tun solltest, denn die Masse geht ihrem Tode entgegen, entweder physischer oder seelischer Natur.

 

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Songtext der Gruppe „Minor Threat“:

 

(I)don’t smoke
I don’t drink
I don’t fuck
At least I can fucking think

I can’t keep up!
Can’t keep up!
Can’t keep up!
Out of step with the world!

(I) don’t smoke
I don’t drink
I don’t fuck
At least I can fucking think

I can’t keep up!
Can’t keep up!
Can’t keep up!
Out of step with the world!

Listen,
this is no set of rules
I’m not telling you what to do
all i’m saying, is that i’m bringing up like three things
that are like so important to the whole world,
that i don’t have to find, much importance in
because of these things, whether it’s fucking or playing golf,
i feel that…

I can’t keep up!
Can’t keep up!
Can’t keep up!
Out of step with the world!

Roosh V, emotionale Blindheit, Punk und „Red Flags“

Roosh V hat, sozusagen einen „Jahresbericht“ auf youtube hochgeladen, wo er über das vergangene Jahr resümiert. Das Video ist im Ganzen interessant, doch uns interessiert hier besonders der erste Teil des Videos. Für diejenigen, die kein englisch verstehen, oder die sich das Video jetzt nicht anschauen wollen (wären die ersten 10 Minuten), fasse ich seine Story kurz zusammen:

Er lernte eine Frau kennen, mit der er es sich heimisch machen wollte. Doch er ignorierte die Warnzeichen und fiel damit voll auf die Fresse. Er wollte, „eine Hure zu einer Hausfrau machen“, so Roosh V. Warum eine Hure? Es gab eindeutige Hinweise auf Promiskuität und „Hoeness“. Sie küsste ihn in der ersten Stunde der Bekanntschaft und schlief auch mit ihm beim ersten Date. Aber es gab auch natürlich noch andere Anzeichen, denn dies ist ja heute nichts mehr außergewöhnliches. Irgendwann konnte er aber nicht mehr und beendete die Beziehung nach einem Jahr, was für ihn schwer war, da er verliebt war. Es dauerte ein halbes Jahr bis er alles emotional verkraftet hatte. Jetzt geht es ihm wieder gut. Ende der Story.

Es ist erstaunlich, wie er auch selbst zugibt, wie ein Mann wie er (der tausenden von Männern sagt, wie es mit den Frauen „zu gehen hat“) auf solch eine „Hoe“ hereinfallen kann. Doch, dies ist auch erstaunlich, gibt er uns den passenden Grund noch dazu – er war emotional blind gewesen. Dies spricht für seine Introspektion und seine Persönlichkeit, dass er dies so herauskristallisieren konnte.

Auf diesem Blog gilt ein Grundsatz: „Verstand über Gefühl“. Mit der Anwendung dieses Grundsatzes wäre Roosh V diese bittere Erfahrung erspart geblieben. Denn die Logik und die Vernunft (wenn sie entsprechend ausgebildet wurde, was man aber bei Männern wie Roosh V voraussetzen kann) führen uns sehr gut durch unser Leben – wenn wir sie nur lassen! Ihr größter Gegenspieler ist das Gefühl und die Emotion. Durch sie werden wir in Irrtümer verwickelt und ignorieren deutliche Warnzeichen. Dies war bei Roosh V (und natürlich bei vielen anderen Männern auch, einschließlich mir selbst) in der Vergangenheit der Fall gewesen. Wir sehen nicht, wie die Frau tatsächlich ist, sondern sehen nur unser idealisiertes Bild einer Frau vor unserem geistigem Auge, und projizieren dies auf „unsere Frau“. Dies kann nur schief gehen. Der Psychologe C.G. Jung schrieb viel über dieses Thema.

Doch wie umgehen wir das?

Wir müssen eigentlich nur 2 Punkte beachten:

  1. Verstand über Gefühl
  2. Warnzeichen beachten („Red Flags“)

Der 1. Punkt dürfte klar sein – wenn wir eine Entscheidung zu treffen haben, besonders in zwischenmenschlichen Beziehungen, so sollten wir uns von unserem Verstand, statt unserem Gefühl leiten lassen. Im Allgemeinen denkt man genau anders herum – und so wird es auch immer in Liebesfilmen und Romanen dargestellt – der „einsichtige Mann“, der endlich seinen Kopf ausschaltet und nur noch auf sein Herz hört. Dadurch erreicht und bekommt er die „Liebe seines Lebens“.

Aber wie so oft sieht es in der Realität ganz anders aus: Eine „Liebe fürs Leben“ ist schon mal sehr utopisch. Aber wenn wir vom praktischen Standpunkt ausgehen, im Sinne von Zusammenleben und sich Verstehen, so muss ich als Mann darauf achten, dass meine zukünftige Frau und große Liebe die Eigenschaften mit sich bringt, die wir zusammen dafür benötigen, um eine lange und sichere Partnerschaft zu führen. Dies führt uns direkt zu Punkt 2:

Um eine solche Frau überhaupt zu erkennen, müssen wir so etwas wie eine Wertetabelle zur Hand nehmen. Die MGTOW Community hat solch eine Wertetabelle kreiert – man nennt sie „Red Flags“. „Red Flags“ sind die Werte und Erkennungsmerkmale einer Frau, die uns darauf hinweisen, dass solch eine Frau NICHT geeignet ist. Je höher die Übereinstimmung der Charaktereigenschaften der Frau mit den „Red Flags“, desto mehr disqualifiziert sie sich für den Mann, bis hin zur vollkommenen Verweigerung, da selbst ein One-Night-Stand mit solch einer Art Frau nicht ohne Folgen bleiben wird (nachträgliches Stalking, Diebstahl, False Rape usw.)

Besonders für die jungen Leser bietet es sich an, diese „Red Flags“ möglichst auswendig zu lernen. Man kann wirklich zu 99% danach gehen. Natürlich ist nicht jede Frau, die Tattoos hat und sich die Haare blau färbt „eine Bitch“. Doch es lassen sich andere Rückschlüsse daraus ziehen: Sucht nach Aufmerksamkeit. Dies bedeutet, für sich alleine genommen, schon einmal eine unbefriedigende Beziehung. Denn wie Roosh V es auch erfahren hat, verhält es sich mit solchen Frau so: Man kann ihnen als Partner noch so viel Aufmerksamkeit schenken wie man will, sie noch so sehr verwöhnen – es wird ihnen nicht reichen. Sie brauchen sie auch von anderen Männern, denn deine Aufmerksamkeit haben sie ja sicher. Sie brauchen aber „frische Rationen“, sei es durch Instagram Likes, Facebook Nachrichten, Flirts oder sogar One Night Stands mit fremden Männern. Letzteres ist bei solchen Frauen keine Ausnahme, sondern die Regel – das emotionale leere Loch bleibt jedoch weiterhin bestehen – und so wiederholt sich dieser Kreislauf unentwegt. Als Mann tut man nur gut daran, sich nicht mit solchen Frauen einzulassen, denn früher oder später wird man in diesen Kreislauf hineingezogen und endet dann als mehrfach gehörnter Mann.

Und hier noch der „geheime“, 3. Punkt: Versuche niemals eine Frau zu verändern!

Wenn man diese Punkte beachtet, so hat man sich schon sehr viel Misere erspart. Als ich vor ein paar Jahren diese Listen entdeckte, waren sie für mich wie eine Offenbarung gewesen. Da findet man auch sehr viel über sich selbst heraus und warum man auf manche Frauen „steht“. Denn das meiste ist einem ja gar nicht bewusst oder man macht sich einen ganz anderen Reim darauf. Das Girl in der Disco hat die Arme voll tätowiert und die Haare blau gefärbt? Na dann ist sie bestimmt locker drauf, so ein richtiger Kumpel Typ, mit der man bestimmt viel Spaß haben kann…von wegen!

Ich habe einige solcher Frauen gekannt oder im engeren Bekanntenkreis gehabt. Auch ich habe immer gedacht, dass diese Frauen zu mir passen würden, da sie ja auch irgendwie „Rebellen“ sind und aus der Masse ausbrechen. Aber das war/ist ein großer Trugschluss: Auch diese Frauen sind komplett materialistisch drauf. So nach dem Motto: Ein tätowierter Mann ist schon cool, jemand der mir aber finanziell was bieten kann ist natürlich cooler. Dieses „Punk Ideal“ existiert bei solchen Frauen nicht, auch wenn sie den Punk Lifestyle imitieren und kopieren. Ich kannte sogar mal ein richtiges Punk Mädel, dass auf der Straße gelebt hat und alles – bunter Iro, Hundehalsband, Nietenjacke – das volle Programm. Doch von einem auf den anderen Tag hat sie sich verändert. Warum? Ein Mann mit Kohle kam in ihr Leben (fragt mich nicht wie?). Auf jeden Fall fuhr sie ein halbes Jahr später mit einem dicken BMW durch die Gegend, trug Hosenanzüge und hatte einen spießigen Kurzhaarschnitt. Und dies alles in einem halben Jahr! Da haben sich die Punkerboys bestimmt auch gewundert, denn ich denke, sie hatte dort auch viele heimliche Verehrer, da sie hübsch war und eine gute Figur hatte.

Heute wüsste ich, dass wenn ich solch einer Frau begegne, viel zu viele „Red Flags“ zu entdecken wären. Und das bedeutet nicht, dass solch eine Frau mir „zu asozial“ wäre, aufgrund des Punk Lifestyles. Nein, gerade nicht. Ich mag so was (natürlich nicht die links-kommunistischen-antifa Punks). Es geht eher darum, dass sie diesen Punk Lifestyle nur aufgesetzt haben, absolut unauthentisch darin sind. Doch warum machen sie das überhaupt? Na ganz einfach wegen der Aufmerksamkeit. Das ist alles. Natürlich will man auch als „echter Punk“ auffallen, aber nicht im Sinne einer narzisstischen Selbstbefriedigung, sondern als „Statement“ gegen die Normalität und das Spießertum. Zumindest habe ich Punk immer so verstanden.

Dies war ein kurzes Beispiel. Aber ich denke es zeigt, dass die Beachtung von „Red Flags“ schon Sinn macht. Vor allem sollte man sich aber, ganz persönlich, ganz intim, damit intensiv auseinandersetzen, wenn man bestimmte „Red Flags“ als „gut“ und „wünschenswert“ einstufen sollte. Denn oftmals „wollen“ wir sogar das Falsche, nehmen uns die Falsche. Dies kann auch mal reizvoll sein – auf Dauer gesehen wird es uns jedoch schaden und der anfängliche Reiz ist dann auch keinen Pfifferling mehr wert. So ähnlich wie in der Ehe 😉

Was ist „wahrer Egoismus“? Zwischen Max Stirner und Ayn Rand

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Dies ist der Versuch eines kurzen und unvollständigen Überblicks und einer vergleichende Untersuchung zwischen der Philosophie von Max Stirner („Der Einzige und sein Eigentum“) und Ayn Rand („Atlas Shrugged“). Da dies den Umfang mehrerer hundert Seiten erforderlich machen würde, kann dieser Beitrag, wie gesagt, nur einen ganz groben Umriss darstellen. Außerdem setzt er beim Leser ein gewisses Vorwissen beider Autoren voraus und ist daher nicht als „Einführung“ gedacht. Ich verweise daher auf die genannten Werke beider Autoren.

In den Freidenkerkreisen und unter Philosophen wird der eine oft gegen den anderen ausgespielt. Entweder Ayn Rand oder Max Stirner. Dieses Entweder-Oder Denken halte ich für wenig zielführend, denn beide Denkrichtungen haben ihre Stärken und ihre Schwächen. Schauen wir uns zunächst einmal Max Stirner an:

Er beschreibt seinen Egoismus so, dass „alles Recht ist, was mir (als Individuum) Recht ist“. Die höchste moralische Instanz ist also weder ein Moralkodex, noch Ethik oder ein Gottesgebot, sondern alleine das, was Ich, als Einziger, für gut befinde. Dies versucht er zu rechtfertigen, indem er eine Analyse von „Ideen an sich“ durchführt. Er kommt zu dem (zweifelhaften) Ergebnis, dass alle Ideen „Spuk“ wären, und nur in den Köpfen von „Machtlosen“ rumschwirren, die es noch nicht verstanden haben, Macht zu gewinnen, und als „machtvolle Eigner“ zu handeln, d.h. Sich das zu nehmen, wofür sie sich selbst ermächtigen. Er verurteilt somit Ideen an sich und attestiert, dass sie das Individuum lähmen. Diese Idee war damals sehr neu und hat auch ihre Berechtigung. Daraus jedoch eine absolute Aussage abzuleiten halte ich für falsch, denn:

Auch wenn Max Stirner die meisten Ideen (Gott, Gesellschaft, Menschenrechte usw.) als reine „Sparren“ abhandelt und versteht, so hat er doch selbst, unausweichlich seine „eigenen Sparren“, nämlich die des „Einzigen“, des „Eigners“ und des „Vereins der Egoisten“.

Das sind so seine „Hauptsparren“. „Sparren“ deswegen, weil sie die Sicht vernebeln und abhängig machen. Was er bei anderen Ideen verurteilt, sieht er nicht bei seinen eigenen Ideen. Seine Philosophie führt sich also, kurz und prägnant gesagt, selbst ad absurdum, weil sie ihre eigenen Inhalte überhaupt nicht konsequent umsetzt – und dies auch gar nicht kann, denn: Der Mensch brauch Ideen und Konzepte, brauch Prämissen. Selbst wenn jemand, ganz mystisch sagt, dass er „frei von allen Konzepten und Egolos“ sei, so ist dies auch nur ein weiteres Konzept.

Ayn Rand hingegen akzeptiert Ideen und Konzepte und sieht sie sogar als unumgänglich an.

Wo Max Stirner nur „Geister“ sieht, sieht Ayn Rand „Grundsätze“.

Eine Philosophie bestimmt den Menschen, der sich nach ihr richtet. Für Max Stirner ist dies viel zu einengend und er verwirft alle Philosophien (außer seiner eigenen versteht sich). Dies hält er für „Macht“, mit „Ideen zu schalten und zu walten, wie ich es will“. Auf der einen Seite ist es tatsächlich „Macht“:

Ein bescheidener Geist vermag es nicht, Konzepte zu wechseln oder frei auszutauschen (wenn auch nur zu Analysezwecken). Er bekommt die Konzepte von der Gesellschaft geliefert und er übernimmt sie einfach – kein eigenes Denken erforderlich. Dies ist natürlich alles andere als Macht. Jemand der machtvoll, d.h. Selbst bestimmt lebt, der hat seinen Geist insofern geschult, dass er neue Inhalte aufnehmen und aktiv bearbeiten kann. Er kann sich anpassen, sich wandeln, wenn er es für notwendig und/oder vernünftig ansieht. Auf der anderen Seite ist der Machtbegriff im Stirnerschen Bezug irreführend, da es keine Macht darstellt, ständig und andauernd Ideen und Konzepte zu verwerfen. Eine Grundlage oder gültige Prämissen verwirft Max Stirner. Ohne diese werden wir aber in ein Gefühl der Ohnmacht gedrängt, ob uns dies bewusst ist, oder nicht.

Auch geht Max Stirner mit seinem Egoismus viel zu weit. Nahe am Solipsismus, entgeht er einfach jeder Verantwortlichkeit für andere Menschen oder seiner Umwelt. Er ist „der Einzige“ und Er hat das Recht, jeden Menschen zu vertilgen, wenn er nur die Macht dazu hat. Genau dieser Egoismus wird auch Ayn Rand oft „vorgeworfen“. Doch Ayn Rand formuliert deutliche Grenzen:

Wo ein Opfer verlangt wird, da hört der objektivistische Egoismus auf.

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Dies bedeutet etwa, dass Max Stirner, übertrieben gesagt, kein Problem damit hätte, eine Frau zu vergewaltigen, da er a) die Macht dazu hat (da er wahrscheinlich stärker ist) und b) er als „Eigner“ das Recht dazu hat und c) dass es ohne Moral, auch nicht verwerflich sein kann, denn „gut“ ist, was „mir nützt“.

Dies ist zwar ein krasses Beispiel, orientiert sich aber strikt an seinen Gedanken. Bei Ayn Rand wäre so etwas undenkbar, da es kein einvernehmlicher Sex ist, somit ein Opfer erbracht werden muss.

Doch kann man überhaupt etwa Gutes über die Philosophie von Max Stirner sagen? Ich meine ja, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint. Max Stirner ist/war ein radikaler Denker und dies macht ihn anziehend. Ich selbst habe sein Buch sehr genossen und habe mir auch sehr viel Sekundärliteratur besorgt und durchgelesen. Was ich positiv mitnehmen konnte, war seine Einstellung gegenüber Dogmen:

Jede Idee und jedes Konzept läuft Gefahr, auf Dauer gesehen, zu einem Dogma zu werden, dem man blind folgt.

So ist Ayn Rand und ihr Objektivismus schon sehr nahe an einem Dogma. Daher wird sie auch oft spöttisch als „Guru“ betitelt, da sie auch so etwas wie eine „Folgschaft“ besessen hatte. Doch ein intelligenter Mensch weiß damit umzugehen und hütet sich davor, ein „blinder Nachfolger“ zu werden. Dieses Dogma hat Max Stirner vor allem in dem humanistischen Begriff der „Menschheit“ und dem religiösen Begriff des „Gottes“ gesehen. In diesem Bezug sind seine Gedanken sehr klar und nachvollziehbar, etwa wenn er sagt, dass es „keine Menschheit gibt und noch nie gegeben hat“. Denn „Menschheit“ ist nur eine Abstraktion. Humanisten handeln aber unter dem „Zwang“ dieser Abstraktion, genauso wie religiöse Menschen unter dem „Zwang“ der Abstraktion Gottes handeln. Er verwirft also diese Abstraktionen und hält sich an das „Tatsächliche“: an sich Selbst, an die eigene Existenz.

So kehrte er auch damals das „Ich“ des Philosophen Fichte um, der es irgendwo auf einer metaphysischen Ebene verortete, zu einem körperlichen und „leibhaften Ich“. Dies war, nach Jahrzehnten äußerster Spekulationen des Idealismus rund um Fichte, Hegel und Schiller, eine willkommene Befreiung und ein philosophisches Gegengewicht zur „Übermacht der Philosophie“, vor allem zur Person von Hegel, der damals fast das gesamte philosophische Denken bestimmt hatte. Interessanterweise kam Max Stirner selbst von Hegel, war als Student sogar „Junghegelianer“. Seine spätere Philosophie war dann das krasse Gegenteil vom „hegelschen Geistesbegriff“. Für Max Stirner war dieser „reine Geist“ ein wirklicher Geist, ein Spukgespenst, ein Nichts. Kein „schöpferisches Nichts“, sondern überhaupt Nichts, eine reine Abstraktion ohne jede Realität. Diesen „Scharfsinn“ und diese „Angriffslust“ auf Ideen, macht Max Stirner für mich interessant und ich schätze ihn sehr dafür.

Ich hatte mal gelesen, von einem Rand Kritiker, dass Ayn Rand die Philosophie von Max Stirner gestohlen hätte und sie mit ihren „Spuks“ vermengt hätte. Tatsächlich würde ich dem auch zustimmen, wenn die Begriffsbestimmung des „Egoismus“ nicht so extrem auseinandergehen würde bei Beiden. Denn Ayn Rand setzt dem Egoismus Grenzen, was Max Stirner verurteilen würde, und Max Stirner übergeht alle Grenzen, was wiederum Ayn Rand kritisieren würde. Beide benutzen zwar die Begriffe „Egoismus“ und „Egoisten“, doch sie unterscheiden sich tatsächlich ganz extrem in ihrer jeweiligen Auslegung.

Wenn also jemand von mir wissen wollte, was ein „wahrer Egoist“ sei, dann würde ich auf Ayn Rand verweisen, ohne sagen zu wollen, dass dies „die Wahrheit“ sei.

Doch von den Stirnerschen Egoisten gibt es leider schon viel zu viele, auch wenn sie von Max Stirner noch nie was gehört haben. Unbewusst wird seine Philosophie (aber sicher nur in extrem oberflächlicher Ausprägung, da muss man fair bleiben) von vielen Menschen in ihrem Leben befolgt. Man gibt sich vielleicht nach Außen hin als Humanist, ist aber tatsächlich nur ein oberflächlicher „Egoist“ und Hedonist. Einem wirklichen „Einzigen“ bin ich noch nie begegnet.

 

Mein Selbstversuch

 

Ich selbst wagte mich mal an den Versuch heran, die Stirnerschen Maximen in meinem Leben umzusetzen – und scheiterte gnadenlos. Vielleicht gibt es ja den ein oder anderen Leser, der das geschafft hat – ich wüsste nicht, wie das gehen sollte. Nur mal ein Beispiel, aus meinem Versuch:

Da es bei Max Stirner kein „Eigentum“ gibt, gehört das Objekt (etwa eine wertvolle Vase), demjenigen, der die Macht hat, sich diese Vase unter den Nagel zu reißen. Dies bedeutet dann folglich in der Praxis, da es ja auch keine Moral gibt, außer meine Moral, dass ich mir die Vase nehmen könnte, wenn ich es vermag. Hier ist also wieder der Begriff der „Macht“. Doch was bedeutet „vermögen“ denn in der knallharten Praxis und Realität? Ich kannte eine ältere Dame, die so eine wertvolle Vase besessen hatte und alleine wohnte. Ich hätte die körperliche Überlegenheit (Macht) besessen, um in die Wohnung einzubrechen und die Dame zu überwältigen und mir die Vase zu nehmen, als (neuer) Eigner dieser Vase. Doch könnte ich diese Handlung niemals tatsächlich ausführen, aufgrund meiner „moralischen Sparren“. Bin ich jetzt also „machtlos“? Nicht fähig, jemals ein „Eigner“ zu werden?

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Diese Spekulationen wurden mir dann irgendwann zu viel, weil sie auch nirgends hinführen. Die Umsetzung der Stirnerschen Philosophie scheitert ganz einfach an der Realität. Denn keiner kann sie wirklich im Ganzen konsequent umsetzen – wenn er ehrlich ist. Wenn mir z.B. jemand an einer roten Ampel das Auto klauen würde und mich herausschmeißen würde, weil er mehr Macht als ich hat, müsste ich ihn dann in den „Verein der Egoisten“ einladen, weil er mehr Macht hat als ich und ich ihn als Gleichgesinnten ansehe, da er ja, wie ich, auch ein „Einziger“ ist?

Man sieht, man kommt da urplötzlich in ganz absurde Überlegungen. Dies kommt daher, da das Denken von Max Stirner sich zwar rational präsentiert, aber im Grunde irrational ist. Denn es fußt auf keinen Fall auf Vernunft. Vernunft leugnet z.B. nicht die Selbstbestimmung von anderen Individuen und steht für ihre Rechte ein. Denn vernünftig ist eben die goldene Regel: „Was du nicht willst, was man dir tut, das tue auch keinem anderen zu“. Dies formuliert Ayn Rand in dem Grundsatz, dass „ich mich weder für andere opfere, noch diese sich für mich opfern sollen“.

Das ist für mich der Ausgangspunkt und der Kern eines „wahren Egoismus“, oder besser gesagt, eines „konstruktiven und rationalen Egoismus“. Dieser wird, in der Praxis angewandt, auch ganz andere Ergebnisse zeitigen, wie etwa der Egoismus von Max Stirner. Ayn Rand war eine erfolgreiche Autorin, überaus bekannt und angesehen und wohlhabend. Ihre Beziehungen waren zumeist beglückend und sie war zufrieden mit ihrem Leben und was sie daraus gemacht hat. Max Stirner hingegen starb vereinsamt in einer kargen Wohnung und wurde zeitlebens von Schuldnern verfolgt, denen er immer wieder entkommen ist. Einen „Verein der Egoisten“ konnte er wohl nie gründen…

Zum Abschluss noch eine sehr gelungene Interpretation von Max Stirner von Christoph Hackenberg:

Ayn Rand und die Wahrheit über den Rassismus (Vorwurf)

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Es hat eine lange Tradition, Ayn Rand und ihre Ideen zu bekämpfen und Lügen zu verbreiten. So wird es z.B. in diesem Artikel gemacht, der auf den „Nachdenkseiten“ publiziert wurde (Neoliberalismus und Rassismus – das Beispiel Ayn Rand )

Ich beziehe mich im folgenden darauf und decke diese Lügen auf. Diese Seite gibt sich sehr professionell, mit Professoren und Fördervereinen – jedoch ist sie, zumindest was diesen Artikel betrifft, einfach nur eine weitere Propagandamaschine.

Doch jetzt gibt es ein Gegengewicht, nämlich die Autonomen Rationalisten!

Also los geht’s mit den Zitaten:

 

Der schwedische Wirtschaftswissenschaftler Lars Syll hat schon vor einiger Zeit im RWER-Blog auf eine Rede aufmerksam gemacht, in der sich Ayn Rand 1974 vor Studenten der West-Point-Militärakademie unter anderem zur Situation und Geschichte der amerikanischen Indianer äußerte. Diese Rede zeigt, dass und wie Neoliberalismus und Ausgrenzung füreinander unmittelbar anschlussfähig sind. Einige Passagen in deutscher Übersetzung:

Mit guten Gründen glaube ich selbst den mitleidlosesten Hollywood-Darstellungen von Indianern und von dem, was sie dem weißen Mann angetan haben. Sie hatten kein Recht auf ein Land nur deshalb, weil sie hier geboren waren und sich wie Wilde verhielten. Der weiße Mann hat dieses Land nicht erobert…
Da die Indianer keinen Begriff von Eigentum oder Eigentumsrechten hatten (sie hatten keine sesshaften Gesellschaften, sondern vorwiegend nomadische Stammes-„Kulturen“), hatten sie auch kein Recht auf das Land; und es hab keinen Grund für irgendjemanden, ihnen Rechte zu geben, die sie nicht erdacht hatten und die sie nicht gebrauchten…
Wofür kämpften sie denn gegen den weißen Mann auf diesem Kontinent? Für ihren Wunsch, mit einer primitiven Existenz fortzufahren, für ihr „Recht“, Teil der unberührten Erde zu bleiben – jedermann fernzuhalten, sodass sie wie Tiere oder Höhlenmenschen leben konnten. Jeder Europäer, der ein Element der Zivilisation mit sich brachte, hatte das Recht, diesen Kontinent einzunehmen; und es ist großartig, dass es manche von ihnen taten. Die rassistischen Indianer von heute – jene, die Amerika verdammen – respektieren keine individuellen Rechte.

 

Dies ist der Aufhänger des ganzen Artikels und der „eindeutige Beweis“ dafür, dass Ayn Rand eine Rassistin war, wie es in letzter Zeit immer öfter behauptet wird. Genau so wie man immer wieder verlauten lässt, dass Ayn Rand die Vordenkerin für die Politik Trump´s sei, was genau so absurd wie der Rassismusvorwurf ist.

Also, worum geht es bei dieser Aussage? Die Aussage bezieht sich auf Indianer, die sich Rechte einräumen möchten, aufgrund ihrer Rasse. So etwas verurteilt Ayn Rand genau in dieser Aussage, was sie natürlich für die „Nachdenker“ in diesem Artikel zur Rassistin macht. Logisch, oder? Nicht wirklich.

Ayn Rand geht es stets nur um individuelle Rechte. Diese zählten in diesen primitiven Stämmen nicht. Dort gibt/gab es keine individuellen Rechte, sondern es war meist ein diktatorischer Kollektivismus. Natürlich gab es unschöne Szenen damals, Abschlachtungen und Ausrottungen. Keine schöne Sache. Die gab es jedoch auf beiden Seiten. Indianer entführten oft weiße Kinder um sie als Indianerkinder großzuziehen, da ihnen oft die „Stammeskraft“ fehlte, rein personell gesehen. Und weil, wie Ayn Rand ausführt, sie keinen Begriff von „Eigentum“ hatten. Daher können sie auch kein Land für sich proklamieren. Sie verzichten darauf – rein philosophisch – weil sie es versäumen, Besitzansprüche zu stellen, die begründbar sind.

 

Denn der Kapitalismus produziert soziale Ungleichheiten, die zu seiner Selbsterhaltung Rechtfertigung brauchen. Dies gilt umso mehr für den neoliberalen Kapitalismus, der von sozialstaatlicher Sicherung und Umverteilung nichts wissen möchte“

 

Das ist die typische antikapitalistische Floskel. Eine Frage: Haben wir soziale Ungleichheiten? Mit Sicherheit. In welchen Systemen entstanden diese Ungleichheiten? Die Antwort liegt auf der Hand – in Systemen, die gerade das fördern, wogegen sich der Kapitalismus verwehrt – sozialstaatliche Sicherung und Umverteilung. Umverteilung ist Diebstahl. Eine Umverteilung sieht man gerade ganz aktuell in Deutschland, wo das Geld der Arbeiter für Flüchtlinge „umverteilt“ wird – ganz sozial eben!

 

Nicht der Markt und nicht neoliberale Politik, sondern die „kulturelle Andersartigkeit“ oder schlicht die „Faulheit“ bestimmter ethnischer Gruppen gelten dann als Ursache für Armut, Verelendung und Ausgrenzung. Gesellschaft und Wirtschaft werden so von ihrer Verantwortung entlastet; Kritik an Kapitalismus und Neoliberalismus finden nicht mehr statt. Darin unterscheiden sich AfD und Pegida nicht von Thilo Sarrazin und auch nicht von manchen Politiker(inne)n der politischen „Mitte“.

Auch Ayn Rand denkt und argumentiert in eine ähnliche Richtung“

 

Nein, weder denkt, noch argumentiert sie in eine ähnliche Richtung.

Ayn Rand verachtet kollektivistische Anschauungen, darunter fällt auch: Ethnien und Rassen als Ganzes zu betrachten, ohne die individuelle Fähigkeit festzustellen. Kritik am Kapitalismus muss nicht stattfinden, da es, erstaunlicherweise Befürworter dafür gibt. AfD und Pegida, die politische Mitte und Thilo Sarrazin haben so überhaupt nichts mit Objektivismus am Hut. Man nennt sie nur gerne in einem Zuge, was unzulässig ist.

 

Mit obigem Zitat weist sie die Verantwortung für Unterdrückung und Ausgerottet-Werden den Indianern selbst zu. Darüber hinaus spricht sie ihnen jedes Recht ab, Rechte zu haben – schlicht mit dem kulturalistischen und rassistischen Argument, kulturell rückständig (gewesen?) zu sein“

 

Auch diese Aussagen sind vollkommen falsch. Ayn Rand spricht niemandem das Recht ab. Das tun die Indianer selbst! Recht muss in Anspruch genommen werden, sonst wird man entrechtet. Doch Indianer wurden noch nicht einmal entrechtet, da sie keinen Begriff „Recht“ hatten, somit ihr Recht auch nicht verteidigen konnten. Jeder Mensch besitzt Rechte. Doch nicht „von selbst“, sondern er muss sie sich zuschreiben, ganz individuell, als Person. Aufgrund ihres Stammeskollektivismus verzichteten die Indianer auf diese Möglichkeit.

 

Doch ist Smith vom platten Rassismus einer Ayn Rand weit entfernt“

 

Abschließend wird wieder verdeutlicht, dass Ayn Rand einen platten Rassismus vertritt. Hier könnte man seitenweise gegen argumentieren. Doch verweise ich, der Einfachheit halber, auf ihr Buch „Die Tugend des Egoismus“. Dort gibt es ein Kapitel, dass sich ausschließlich dem Rassismus widmet (Kapitel 17). Und natürlich wird er dort nicht befürwortet, sondern als Rückständig angesehen, genauso wie es bei den Indianern der Fall ist, da sie Rechte von Rasse/Gemeinschaft/Ethnie ableiten wollen. Dies ist aber unzulässig, da Rechte nicht vererbt werden können, genauso wie Talente, Charaktereigenschaften usw. Dies ist wissenschaftlich klar erwiesen und hebelt dadurch rassistische Anschauungen aus, die sich genau darauf berufen.

Ayn Rand war also niemals und zu keinem Zeitpunkt eine Rassistin. Auch wenn sich solche kleinen Ausschnitte wie oben vielleicht auf den ersten Blick krass anhören, so haben sie doch eine innere Logik, die man sofort versteht, wenn man sich mit Ayn Rand auskennt und weiß, wie sie dachte, vor allem, wie sie etwas definierte. Ganz wichtig. „Recht“ bei Ayn Rand ist nicht „das Recht“, welches wir im Kopf haben. Autoren, wie der Schreiberling dieses verlinkten Artikels, beziehen sich auf Gesellschaften, Ayn Rand jedoch auf Individuen, daher greift sie auch Gesellschaften an. Alles, was in kollektivistische Verhältnisse führt, ist für Ayn Rand Gift und wird radikal abgelehnt. Dazu zählen Sozialismus, Demokratie, Kommunismus, Diktaturen, Stammeskollektive und eben auch Rassismus. In Deutschland gibt es ja auch „das Recht“ auf freie Meinungsäußerung. De facto existiert dieses Recht aber nicht. Rechte gelten nur in Bezug auf das Individuum und dort uneingeschränkt. In einem Unrechtsstaat wie Deutschland wird dies jedoch einfach übergangen.

Im Zweifelsfall einfach mal Literatur von Ayn Rand in die Hand nehmen und nicht einfach irgendwelche Textpassagen aus dem Kontext reißen und sie manipulativ darzustellen. Nach dem Artikel auf den „Nachdenkseiten“ wird man noch gebeten, Geld zu spenden für diesen tollen Journalismus. Scheiße verzapfen und sich dafür auch noch bezahlen lassen – kennt man irgendwo her, nicht wahr?

 

Maskulines Christentum

Christen sind alles Weicheier und Pazifisten? Meistens ja.

Aber es gibt auch einen anderen Zweig, der in Deutschland so offiziell überhaupt nicht existiert.

Doch im „Untergrund“ gibt es das maskuline Christentum, ein Christentum, dass heroisch agiert, den Körper stählt, den Feind bezwingt und einen kriegerischen, männlichen Weg geht.

Manche sagen, dieser „Kult“ ginge auf die Tempelritter zurück. Doch das stimmt nur begrenzt. Einflüsse gibt es viele. Vor allem dienen als Vorbild die asketischen Mönche, oder ältere Sekten, wie die Gnostiker oder die Essener.

Im alten Testament finden wir einen Archetyp dieses Typus: Samson

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Erstaunlicherweise erzählt die Überlieferung, dass er seine Kraft verlor, als man ihm die Haare abschnitt. Wer hat das gemacht? Seine eigene Frau, aus Hinterlist. Ein Schelm, wer da böses denkt.

Im neuen Testament benutzte der Apostel oftmals athletische Gleichnisse:

siehe hier

Oder wer kennt schon das „Muskuläre Christentum“?

siehe hier

Das heutige „Christentum“ mischt gerne mit bei allerlei Degeneration, Kulturmarxismus und Auflösung von Tradition und Werten. Dies macht es, für einen maskulinen Mann natürlich nicht besonders attraktiv. Wenn solch einer in eine moderne „Gemeinde“ geht, so trifft er höchst wahrscheinlich nicht auf Gleichgesinnte.

Ein Grund dafür ist, dass erst einmal die christliche Lehre nicht mehr im Vordergrund steht, sondern eher soziale Beweggründe. Ein weiterer, ganz wichtiger Punkt ist die Gemeinschaft an sich: Männer und Frauen.

In den alten Zirkeln, den asketischen, maskulinen Zirkeln, waren Frauen ausgeschlossen – aus gutem Grund.

Frauen haben keinerlei asketische Züge und unterminieren dementsprechend die Ausführung und den Willen bei den Männern. Auch ist es schwer, meiner Meinung nach unmöglich, maskuline Tugenden wie etwa „Kampf“ in solchen modernen Gemeinden nach vorne zu bringen. Man wird ausgebremst werden. Männer in solchen Gemeinden sind 100%ige Betas. Die Frauen werden auch hier, wie so oft, hofiert. Doch nicht im maskulinen Christentum – dort besteht noch die traditionelle Frauenrolle weiter – nämlich unter dem Mann.

Darum sind maskuline Christen meist Einzelgänger, einsame Wölfe. Gleichgesinnte zu finden, ist schwer. Doch es gibt sie…irgendwo da draußen.

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Frauen wollen nehmen, aber nicht geben – das objektivistische Tauschprinzip

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Es gibt in der objektivistischen Denkrichtung nach Ayn Rand ein Prinzip für gute Beziehungen, unabhängig davon, ob es sich jetzt auf zwei Geschäftsmänner oder zwei Partner in einer Beziehung bezieht. Dieses Prinzip nennt man das „Händlerprinzip“.

Dieses Prinzip, im englischen auch „Princible of Trade“ genannt, ist eine Weiterführung des Grundgedankens, den schon Aristoteles in seiner „Nikomachische(n) Ethik“ vor gedacht hat – der Grundgedanke des Tauschprinzips.

Ganz simpel betrachtet meint dieses Prinzip, dass für eine dauerhaft funktionierende Beziehung, Werte getauscht werden müssen. Wie diese Werte auszusehen haben, bestimmen die Tauschpartner selbst. Allerdings sollten sie diese Werte auch rational bestimmen können. Das ist der Unterschied zu dem üblichen Verständnis, wie man Beziehungen zu gestalten hat.

Frauen, im Allgemeinen (was bedeutet, dass es natürlich auch Ausnahmen gibt), handeln vorzugsweise gefühls- und instinktmäßig, also letztlich irrational. Sie verlassen sich auf ihre „Intuition“. Wenn wir uns allerdings, unter dieser Voraussetzung, das Tauschprinzip (im Sinne von Ayn Rand) anschauen, dann stoßen wir auf ein Problem: Wir haben es mit einem irrationalen Tauschpartner zu tun (in einer allgemeinen Beziehung zwischen Mann und Frau, wobei sich diese Polaritäten jedoch auch genau entgegengesetzt verhalten können. Der Einfachheit halber belassen wir den irrationalen Part hier und im folgendem bei der Frau, da sie meist diesen Part spielt). Betont werden muss aber ganz deutlich an dieser Stelle, dass die Frauen (und auch Männer) dahingehend selbst Schuld sind. Denn unabhängig von dem jeweiligen Geschlecht, kann das rationale Händlerprinzip, von jedem und zu jedem Zeitpunkt, in Anspruch genommen werden – doch aus Bequemlichkeitsgründen und fehlender Notwendigkeit wird dieses in Anspruch nehmen unterlassen – und dies rächt sich, vor allem in Liebesbeziehungen!

Also wie könnte das Ganze jetzt in der Praxis aussehen? Wir versuchen es anschaulich zu machen:

Ein Beispiel:

Ben und Monika feiern Weihnachten. Ben ist schon ganz aufgeregt, wie Monika auf sein Geschenk reagieren wird. Er hat 2 Monate Recherche betrieben, um genau die Kommode ausfindig zu machen, die damals in Monikas Elternhaus stand. Diese wurde damals durch einen Wasserschaden zerstört. Doch Monika sprach unentwegt von dieser Kommode, und wie schön sie doch im Schlafzimmer aussehen würde. Also ging Ben auf die Suche und fand sie. Er bezahlte einen angemessenen Preis, musste dafür allerdings auch 350km weit fahren. Doch dafür hat er ein super Geschenk für Monika bekommen!

Als Monika das Geschenk in der Garage erblickte, war sie ganz aus dem Häuschen – ein Volltreffer! Wieder im Wohnzimmer angekommen, war Ben nun auch auf sein Geschenk gespannt. „Was hat Monika wohl für mich schönes besorgt?“. Er fragte also ganz aufgeregt danach und Monika sagte ihm, dass sie ihm das Geschenk in 5 Minuten zeigen würde. Monika verschwand im Schlafzimmer und Ben wurde immer angespannter. Hastig schaute er auf seine Uhr. Ein paar Möglichkeiten hatte er sich schon überlegt, was es sein könnte – er machte schließlich die Wochen davor immer wieder subtile Andeutungen. Auch hatte er ja besonders viele Hobbys, wie Fußball, Angeln, Schach, seine Vinyl Sammlung und seine Eisenbahn auf dem Speicher, die er jetzt bereits seit 35 Jahren besitzt. Also – an Inspirationen mangelte es nicht.

Er hörte die Tür langsam aufgehen. Er erblickte Monika. Monika zog sich in der Zwischenzeit im Schlafzimmer um, und trug jetzt nur noch Reizwäsche – die Rote mit den Rüschen, die er ja bereits kennt, da die beiden schon seit 8 Jahren verheiratet sind. Monika lachte verschmitzt. „Netter Aufzug Moni, aber wo ist mein Geschenk?“, sagte Ben. Monika schaute ihn entrüstend an. Sie sagte: „Wie, was meinst du denn mit -dein Geschenk- ICH bin doch dein Geschenk, wenn du willst, darfst du es auch gleich auspacken!“ Die Freude darüber war – naja – nicht sehr groß…

Soviel dazu. Vielleicht kennt der ein oder andere Mann ja solche „tollen Geschenke“.

Was sagt dieses Beispiel jetzt über das Händlerprinzip aus?

Nun, auf der einen Seite haben wir Ben, der sich reichlich bemüht hat, einen realen Wert zu liefern. Er geht also in Vorlage. Auf der anderen Seite haben wir Monika, die einfach überhaupt nichts getan hat, um Ben einen Wert zu liefern. Noch nicht mal die Reizwäsche hat sie neu eingekauft. Er erhält also dementsprechend auch keinen Wert.

Wo liegt da jetzt das Problem mit den Frauen? Ganz einfach: Weil Frauen, wie selbstverständlich, davon ausgehen, dass sie selbst den Wert darstellen. Da sie dies denken (weiblicher Narzissmus/weiblicher Solipsismus), ist es für sie auch vollkommen unverständlich, dass man sich darüber hinaus bemühen sollte, Werte abzuliefern. Dies betrifft auch die sogenannten „Orbiter“, Männer also, die auf „Abruf bereit stehen“. Diese bekommen auch keinen Gegenwert geliefert. Den Computer können sie wieder herrichten, die Couch aus dem 5. Stock herunter tragen oder ihr Auto verleihen – sie selbst bekommen dafür aber nicht das Geringste zurück, weder Geld, noch Sex, noch einen anderen Tauschwert. Aber diese bedauernswerten Typen sind an ihrer Lage selbst Schuld und es geschieht ihnen auch Recht, da sie genau das vertreten, was auch die jeweilige Frau vertritt – den Wert „an sich“. Sie geben dieser Frau den Wert – sie sind ja „froh“, wenn sie nur in ihrer Nähe sein können und ihr behilflich sein dürfen. Arme Typen.

Beide verbindet die Beziehung, die nicht auf rationalen Urteilen beruht und nicht nach dem aktiven Wert Ausschau hält. Man darf dies nicht falsch verstehen: Es geht hier nicht um ein Erbsenzählen, nach dem Motto: „Mein Geschenk hat 134,80€ gekostet, also muss dein Geschenk auch soviel kosten“. Es ist in dem Sinne, nicht zwingend materialistisch ausgelegt – denn einen Wert könnte für mich auch darstellen, wenn meine Frau für mich meine Lieblingslieder singt, da sie eine gute Sängerin ist. Warum? Weil diese gesungenen Lieder mein Hauptziel des Lebens, nämlich das „Glück“, oder die „eudaimonia“, unterstützen und erfüllen. Ich fühle mich glücklich, ich gelange durch diese Werte, die meine Frau mir schenkt, in einen persönlichen „state of happines“.

Es ist also essentiell, für glückliche Beziehungen, dass permanent Werte getauscht werden. Daher muss man wissen und in Erfahrung bringen, was der jeweilige Tauschpartner für Präferenzen besitzt, und welche Wertvorstellungen er besitzt. Die Frage: „Was könnte meinem Tauschpartner wertvoll sein?“ kann bei dieser Untersuchung helfen.

Das Traurige an den heutigen Beziehungen zwischen Mann und Frau ist dies: Man muss diese Werteuntersuchung sogar gar nicht mehr anstellen – man kennt den Partner, weiß über seine Vorlieben und Abneigungen Bescheid und kennt auch die Werte, die dem Partner wichtig sind (ich setze dies einfach mal Voraus!).

Warum entscheidet man sich dann nicht rational dafür, dem eigenen Partner die Werte zu liefern, die ihn in seinem Lebensglück unterstützen?

Dies sollte man sich fragen.

Für die meisten Frauen steht solch eine Frage jedoch gar nicht im Raum, da SIE ja diejenigen sind, die mit Werten überhäuft werden müssen – dies ist ein übliches Selbstverständnis, gerade von jungen Frauen, insbesondere wenn sie gut aussehen, also nach ihrer Meinung dahingehend ja „schon genug Wert abliefern“. Dies kann allerdings nur funktionieren, wenn der irrationale Mann genau dieses Selbstbild bestärkt. Und diese Männer sind, über kurz oder lang, immer die Verlierer.

Das alte Beispiel:

Was macht der irrationale Mann als Erstes, wenn er in einer Bar mit einer Frau in Kontakt treten möchte? Na?

Der Vollpfosten geht hin und sagt: „DARF ich ihnen etwas zu trinken bestellen?“

Wie kommt so etwas bei einer Frau an, die sowieso schon von sich denkt, dass ihr Männer alles in den A….. blasen müssen? Genau, dieser Trottel wird auch ausgenutzt. Dabei meint es der Mann ja nur gut (aus seiner irrationalen Sicht heraus).

Ein rationaler, maskuliner Mann, würde solch eine Frage niemals stellen. Warum? Weil die Frau noch keinen Wert abgeliefert hat, sie also noch gar keinen Tauschwert verdient. Was anderes wäre es, wenn ich mit der Frau ins Gespräch käme, sie mich gut unterhält, und ich ihr, ganz natürlich, etwas zu trinken bestelle.

Doch was ist daran jetzt genau anders? Beide Männer kaufen der Frau doch ein Getränk?

Ja – der Vollpfosten macht es aber aus einem Verständnis heraus, dass die Frau dies verdiene, einfach nur weil sie eine Frau ist. Der maskuline Mann macht es aus einem Verständnis heraus, dass er durch das Gespräch bereits sehr gut unterhalten wurde und somit der Abend für ihn einen gelungen Anfang nimmt – er greift also auf einen Wert zurück, den die Frau „abgeliefert“ hat. Im Gegenzug liefert er auch Werte, und nur einer davon ist das Getränk. Der Rest ist seine Persönlichkeit und sein Charakter, den die Frau auch unterhält. Es besteht also ein gegenseitiger Austausch, der beiden Spaß macht. Hingegen wird der Vollpfosten wahrscheinlich ein oder zwei Getränke spendieren, irgendetwas über seine Arbeit erzählen, und schlussendlich wird die Frau ganz spontan aufstehen und einfach gehen. Es fand also kein gegenseitiger Austausch statt.

Diese Annahme des Händlerprinzips kann uns helfen, destruktive Beziehungen zu erkennen und aufzudecken. Wir sind es „normalerweise“ nicht gewohnt, in solchen Werterelationen zu denken. Doch wir sollten es unbedingt tun, wenn wir konstruktive und beglückende Beziehungen führen möchten. Das Selbstverständnis einer solchen Beziehung sollte es sein, sich gegenseitig in seinen eigenen Interessen und Lebenszielen zu unterstützen – und nicht sich gegenseitig zu sabotieren, wie man dies nur all zu oft vorfindet.

Rationale Händler sehen sich als gleichwertig an (nicht das sie „gleich“ wären, sondern die Voraussetzungen für einen guten Handel sind anfangs gleichwertig). So könnte ein Großkonzern, etwa „Lidl“, eine Kooperation mit dem örtlichen Bäcker eingehen, der ihn mit Backwaren beliefert. Objektiv betrachtet sind diese zwei Unternehmen alles andere als gleich – das eine ist ein multinationales Unternehmen, und das andere ist ein 5 Mann Betrieb. Aber sie sind gleichwertig dahingehend, dass jeder den Wert abliefert, den der andere sehen möchte und auch erwartet – dies bedeutet, dass der Bäcker sein Geld pünktlich will, und für „Lidl“ bedeutet es, dass der Bäcker zuverlässig, pünktlich und insbesondere gute Ware liefert. Es besteht eine feste Absprache und diese bildet das rationale Händlerprinzip. Ökonomisch betrachtet führt uns dies im großen Rahmen zum Kapitalismus, der, entgegen der Meinung des Mainstreams, auf rationalen Prinzipien beruht. Dazu aber an anderer Stelle mehr.

Wichtig ist eigentlich nur zu verstehen, wie man dieses Händlerprinzip praktisch umsetzen kann – und diese Anwendung steht und fällt mit der Auswahl des Tauschpartners. Ich wiederhole es noch einmal:

Nur mit einem rationalen Tauschpartner, der sich vollkommen bewusst darüber ist, dass auch er permanent Werte abliefern muss, können solche Beziehungen fruchtbar und konstruktiv sein.

Dahingehend sollte es die Aufgabe jedes autonomen Rationalisten sein, seine eigenen Beziehungen, flächendeckend zu überprüfen, die geschäftlichen, sowie insbesondere die privaten Beziehungen. Stellen sich diese Beziehungen auf der einen Seite (die des Tauschpartners) als irrational dar, so sollten diese, über kurz oder lang, aufgelöst werden.

Je eher, desto besser – denn es sind toxische Beziehungen, giftige Beziehungen, die explodieren können, zu jeder Zeit, und an jedem Ort – und definitiv Schäden hinterlassen, physisch, psychisch oder finanziell.

Hier kann der objektivistische und individualistische Gedanke unterstützend sein, dass wir „nicht für andere Leben und diese auch nicht für uns“. Wir haben also keinerlei Verpflichtung, weder moralisch, noch ethisch, giftige und toxische Beziehungen beizubehalten. Dieser Standard gibt uns die Freiheit, ohne Gewissensbisse, negative und einseitige Beziehungen aufzulösen. Daran sollte es uns auch gelegen sein, wenn unser Ziel unser individuelles Lebensglück darstellt.

Zum Abschluss möchte ich noch auf ein Gegenargument eingehen, dass mir diesbezüglich mal angetragen wurde:

Du kannst doch gar nicht objektiv darüber entscheiden, was für diesen Mann Glück bedeutet. Vielleicht fühlt er sich ja gerade in dieser einseitigen Beziehung wohl. Es gibt ja auch Geldsklaven, die ohne Gegenwerte ihr ganzes Geld an Geldherrinnen schicken. Anscheinend scheint es sie ja glücklich zu machen, sonst würden sie dies ja gar nicht machen. Oder?“

An sich ist das Gegenargument nicht schlecht, denn es ist unbestreitbar, dass es solche Männer tatsächlich gibt. Das Ding ist aber: Diese Männer, sowie die Beziehungen, die diese unterhalten und sich darin wohl fühlen, bauen auf Irrationalität auf, vor allem auf „guten Gefühlen“ oder „Lust“.

Wir sprechen hier aber von rationalen Beziehungen unter rationalen Menschen. Das ist ein ganz anderes Kapitel. Dementsprechend wird auch „Glück“ vollkommen anders definiert. Dies bedeutet, dass ich diesem „Geldsklaven“ sein „Glück“ nicht absprechen kann, das ist richtig. Ich kann aber darauf hinweisen, dass „sein Glück“ auf Irrationalität beruht und daher, über kurz oder lang, zum Scheitern verurteilt ist. Dafür würde schon ausreichen, wenn seine „Geldherrin“ ihre Seite aus dem Internet nimmt, da sie dazu keine Lust mehr hat. Schon ist das sogenannte Glück verpafft.

Autonome Rationalisten möchten aber ein „Lebensglück“, ein Glück das aus den eigenen Tugenden und Werten entspringt, das Fundamente besitzt, die nicht umzustoßen sind.

Ein Glück also, dass aus der eigenen Persönlichkeit und Individualität entspringt und mit rationalen Mitteln abgesichert ist. Solch eine Art „Glück“ gehört einer ganz anderen Ebene an, als das temporäre, gefühlsgeladene, irrationale Glück.

Und wir sind davon überzeugt, dass wir unser Lebensglück erreichen können – wenn wir unserem Verstand folgen, an unserem Charakter arbeiten, unsere Tugenden ausbauen und Werte abliefern, von denen andere und wir selbst profitieren können. Denn dann sind wir in der Rolle eines „starken Schmieds“, der sein Glück auch . dementsprechend, nach seinen Fähigkeiten, schmieden kann. Unsere Werkzeuge sind die Vernunft und die rationale Analyse – durch diese schmieden wir – andere werden geschmiedet. Oder besser: Man (=jeder andere außer sie selbst) schmiedet für sie, da sie ja keine Werkzeuge parat haben. Das ist der Inbegriff von Abhängigkeit und führt, ganz treffsicher, zu einer „Herdenmoral“, wie sich Friedrich Nietzsche ausdrücken würde. Aber dazu in einem anderen Beitrag mehr…